Schönheit ohne Farben: Motive von Sylt in der Museumshalle

Von: hama
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Von wo aus lassen sich Sylt-Bilder besser betrachten als aus einem Strandkorb? Nina Krüsmann und Helmut Kommans von der Selfkantbahn kurz vor der Eröffnung der Ausstellung. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Nina Krüsmann liebt die Insel Sylt. Das weiß man spätestens dann, wenn man sich fünf Minuten mit ihr über die Insel unterhalten hat. Als freie Journalistin ist die junge Frau aus der Städteregion Aachen nicht nur mit Block und Kugelschreiber unterwegs, sondern weiß auch mit dem Fotoapparat umzugehen.

„Stressig ist der Job“, weiß sie: „Termine, Termine...“

Wenn sie abschalten will, geht es wenigsten einmal im Jahr nach Sylt – und die Kamera ist stets mit dabei. Nachdem es sie jahrelang in den Süden gezogen hat, stand vor einiger Zeit einmal Sylt auf dem Programm. „Die Reise war Zufall. Was ich dort fand war Ruhe, Erholung und Einsamkeit“, erinnert sich Nina Krüsmann an ihre ersten Eindrücke.

Die ersten wie auch viele spätere Eindrücke, hat sie fotografisch festgehalten. Elf dieser teils großformatigen Arbeiten sind jetzt und bis in den September hinein bei der Selfkantbahn in der Museumshalle zu sehen.

Von Sylt in den Selfkant

Verbindungen von Sylt mit der Selfkant-Region gibt es drei. Auch viele Menschen aus der Region lieben diese Insel, sie gehört zum Zipfelverbund, und einiges aus dem Sylter Schienenverkehr findet man bei der Selfkantbahn. Neben Wagen der Inselbahnen von Borkum und Langeoog sind dies beispielsweise eine Sylter Diesellok sowie mehrere Personen-, Buffet-, Gepäck-, Kessel- und Bahnmeisterwagen. Nina Krüsmanns Bilder fallen auf durch ihre Ruhe.

Man sieht keine Bilder mit den Touristenmassen, die dort im Sommer „einfallen“, nicht die Promis, die der Insel einen besonderen Ruf bescheren, und nicht einmal das manchmal wilde Meer stehen im Mittelpunkt. Buhne 16 gibt es aus einem ganz besonderen Blickwinkel, der Leuchtturm im Süden steht majestätisch im Bildmittelpunkt, und natürlich dürfen die Strandkörbe im Sand nicht fehlen. All diese Motive sind menschenleer, sie sprechen für sich und strahlen genau die Ruhe aus, von der Nina Krüsmann in jedem dritten Satz spricht, wenn sie von Sylt schwärmt.

Klar ist, dass diese Bilder in der Zeit der digitalen Fotografie ursprünglich in Farbe entstehen. Zufall sei es gewesen, dass sie mal eines ihrer Bilder in Schwarz-Weiß gesehen habe.

„Da wirkt die Landschaft ganz anders“, erläutert die Journalistin. „In Schwarz-Weiß kommt der Reiz der Gegend heraus“, schwärmt Nina Krüsmann, und die Atmosphäre wirkt stärker auf den Betrachter.“

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