Schnelltest für eine spätere leichte Wahl des Berufs

Von: Georg Schmitz
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Der im Forschungszentrum Jülich entwickelte Roboter sucht sich seinen Weg auf der kurvenreichen schwarzen Linie. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Kommt für mich nach dem Abitur eine berufliche Ausbildung in Frage oder beginne ich lieber ein Studium?“, fragen sich viele Schülerinnen und Schüler nach erfolgreich abgeschlossener Schulzeit. Seit zehn Jahren hilft das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula seinen Schülern mit einem Studieninformationstag ein wenig auf die Sprünge. Die Schule hat diesem Tag mit „Zukunftspläne@St. Ursula“ auch einen Namen gegeben.

Dass die Entscheidung für den bevorstehenden Berufsweg nicht leicht ist, zeigte der Infotag anhand zahlreicher unentschlossener Schüler auf. Unter den 30 Hochschulen, Behörden, Einrichtungen und Unternehmen war auch der Zeitungsverlag Aachen (ZVA). 20 junge Damen und vier junge Herren informierten sich mit der ersten Gruppe über die vielfältigen Möglichkeiten, die ein Medienunternehmen wie die Zeitungsverlag-GmbH zu bieten hat.

Journalismus oder Technik

„Was willst du werden?“, fragte Mitarbeiterin Conny Stenzel-Zenner einen Zuhörer. „Weiß nicht“, kam prompt die Antwort. Alle zeigten zwar Interesse an dem breit gefächerten Medienangebot des Zeitungsverlags, aber nur einer der Teilnehmer konnte sich mit dem Gedanken anfreunden, Journalist zu werden – und zwar dann Sportjournalist.

Wer studiert habe, sei im Vorteil, machte die ZVA-Mitarbeiterin deutlich. Empfehlenswert seien auch einige Praktika. Zwar werde über manch aktuelles Thema schon abends in Radio- oder TV-Nachrichten berichtet, aber „Der Mehrwert der Zeitung ist, dass ausführlicher und hintergründiger informiert wird.“ Conny Stenzel-Zenner hatte den aufmerksamen Jugendlichen noch viel über Zeitung im Allgemeinen und Journalismus im Besonderen zu berichten, bevor sich nach einer Pause die nächste Gruppe einfand.

Eine Etage höher versuchte Paul Jansen vom Forschungszentrum Jülich einer gemischten Gruppe von zwölf Teilnehmern verschiedene Berufe aus dem Angebot seines Unternehmens schmackhaft zu machen. Hier warten die Bereiche Mathematik, Maschinenbau, Elektro, Kernforschung, Chemie, Medizin, Biotechnologie und vieles mehr auf den Nachwuchs.

Paul Jansen empfahl ein Duales Studium, das als enge Verknüpfung zwischen Berufsausbildung und Studium den Weg für einen erfolgreichen Aufstieg ebne. „Hochtechnologie ist mathematische Technologie“, ist da in großen Buchstaben zu lesen.

Um sich beispielsweise dem Mathematisch Technischen Softwareentwickler zu nähern, sei ein mathematisches Grundwissen Voraussetzung. Dann stehe dem Bewerber der „Master Technomathematik“ offen.

Ein Beispiel von Verknüpfung mit Mathematik führte Paul Jansen den Schülerinnen und Schülern mit einem Roboter vor Augen. Der kleine „Robo“ bewegte sich auf einer kurvenreichen schwarzen Linie ohne diese zu verlassen, weil er eben darauf programmiert wurde.

Angebot für rund 220 Schüler

Bei 30 Unternehmen, Schulen, öffentlichen Einrichtungen und Organisationen sollte eigentlich für jeden Schüler etwas dabei gewesen sein, so auch das Anliegen der Veranstalter.

Der seit mehr als zehn Jahren veranstaltete Informationstag richtete sich an die etwa 220 Schülerinnen und Schüler der Stufen EF und Q1, für die erste Sekundarstufe 1 war währenddessen der Wandertag angesagt. EF steht für Einführungsphase (frühere 11. Klasse) und Q1 für Qualifikationsphase (12. Klasse).

Damals initiiert von Lehrer Robert Jansen und zusammen mit Sarka Nowak vorbereitet, bietet er eine Fülle von Informationen für junge Menschen, was bis heute noch dynamischer geworden ist.

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