Schleichende Krankheit, aber früh erkennbar

Von: mabie
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Auf Einladung des VdK-Ortsverbandes Ubach-Palenberg unter Vorsitz von Willi Bergstein (l.) referierte Mediziner Dr. Heiner Buschmann im Städtischen Seniorenzentrum zum Thema „Osteoporose”. Foto: Bienwald

Übach-Palenberg. Für ein volles Haus sorgte der jüngste Vortrag von Dr. Heiner Buschmann im Städtischen Seniorenzentrum am Palenberger Bahnhof. Auf Einladung des VdK-Ortsverbandes unter Leitung von Willi Bergstein referierte der Allgemeinmediziner zum Volksleiden „Osteoporose”.

Diese auch als „Knochenschwund” bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochenmasse und der so genannten „Mikroarchitektur” des Knochens. „Warum mache ich heute einen Vortrag zur Osteoporose?”, fragte Dr. Buschmann in die Runde.

Nun, dafür fand er einige gute Erklärungen. „Zum einen ist es eine schleichende Erkrankung”, so Buschmann, „die immerhin jede dritte Frau nach der Menopause und jeden fünften Mann über 50 Jahren betrifft”.

Dazu gebe es insbesondere für Menschen ab 50 Jahren ein höheres Risiko für Knochenbrüche. Bei Frauen kommen zudem Brüche des Schenkelhalses der Hüfte, der Wirbelkörper und der Handgelenke häufiger vor, wenn sie älter als 65 Jahre sind.

Dazu kommen die beeinflussbaren Risikofaktoren der Osteoporose wie Rauchen, zu wenig Calcium, übermäßiger Alkoholkonsum, Essstörungen oder auch Medikamente und die Faktoren, die niemand beeinflussen kann wie Vererbung, weibliches Geschlecht, das Alter oder ein allgemein graziler Körperbau.

Bricht die Krankheit aus, so Heiner Buschmann, komme es nicht nur zu Bewegungseinschränkungen oder den so genannten „Witwenbuckel”. Auch die psychischen Folgen seien vielschichtig, so leiden die Patienten unter der Angst zu stürzen, verlieren viel von ihrem Freiheitsgefühl und haben schließlich auch Stimmungsschwankungen.

Die Therapieziele konzentrieren sich daher vor allem auf die Linderung akuter und chronischer Schmerzen, einem verminderten Bruchrisiko und der Verhinderung von Knochenbrüchen.

Ein aktiver Beitrag, das Sturzrisiko zu mindern, bestehe laut Buschmann darin, die Sehkraft regelmäßig zu kontrollieren, bequeme und rutschfeste Schuhe zu tragen und Stolperfallen in der Wohnung abzubauen. Mit gezielter Ernährung, einem gymnastischen Übungsprogramm und passender medikamentöser Behandlung sei die Osteoporose weiter in den Griff zu bekommen, so der Mediziner weiter. Unterm Strich ist Dr. Buschmann aber sicher, dass Osteoporose als eine der wichtigsten Volkskrankheiten durch Knochendichte-Messungen frühzeitig erkennbar sei.

„Einige Risikofaktoren können durch Verhaltensänderung ausgeschaltet werden, eine medikamentöse Therapie kann zudem jeden zweiten osteoporosebedingten Knochenbruch verhindern”, schloss er.
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