Schaffensmotive bleiben in der Familie

Von: kam
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Die Künstlerfamilie vereint: Sohn, Tochter und Vater (v.l.) vor einer Zeichnung von Hans-Werner Wischinski vom Aachener Dom. Die Werkschau zusammen mit dessen Kindern Nathalie Kwade und René Wischinski ist in Landgraaf zu sehen. Foto: kam

Übach-Palenberg/Landgraaf. Gibt es ein Kunst-Gen? Man möchte es fast glauben anlässlich der jetzt im Rathaus von Landgraaf eröffneten Gemeinschaftsausstellung „3 in 1“. Drei Künstler aus einer Familie – Vater Hans-Werner Wischinski (65), Tochter Nathalie Kwade (30) und Sohn René Wischinski (26) – stellen dort ihre Werke im Rahmen der Partnerschaft der niederländischen Gemeinde Landgraaf und der Stadt Übach-Palenberg aus.

Die Schau beinhaltet mehrere Dutzend Werke, vor allem Fotografien und Zeichnungen (Vater), Aquarelle und Fotografien (Tochter) sowie Cartoons (Sohn).

Prämierte Bilder

Hans-Werner Wischinski widmet sich seit mehr als 40 Jahren der Fotografie und ist schon oft ausgezeichnet worden: Er gewann mehrere Preise und wurde zu bekannten Fotoausstellungen eingeladen, allein dreimal zum „Internationalen Fotofestival Knokke-Heist“.

Er konnte zudem bei zahlreichen renommierten internationalen Fotowettbewerben hervorragende Platzierungen erreichen, unter anderem bei „Blende“ (8. Platz), „Tierwelt“ (2. Platz) und beim „Nikon Photo Contest“ (3. Platz). Die Konkurrenz bei diesen Wettbewerben ist groß – „bis zu 70.000 Fotos werden eingeschickt“, erläutert Hans-Werner Wischinski.

Besonders gefreut habe ihn, dass sein Schnecken-Foto („eine große begrüßt eine kleine“) ausgewählt wurde, um eine Woche lang das Online-Titelbild von „National Geographic“ zu sein. 2010 veröffentlichte die Stadt Übach-Palenberg seinen Bildband „Impressionen einer Stadt“.

Die Tochter Nathalie Kwade geborene Wischinski bevorzugt als Malerin Acryl und Aquarell, entdeckt aber auch zunehmend die Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel – ganz ohne den Einfluss des Vaters, wie sie im Gespräch betont: „Die Fotografie kam einfach irgendwann zu mir.“

Ihre Motive unterscheiden sich denn auch von denen des Vaters. So rückt sie Objekte in eine neue Perspektive oder fängt Impressionen aus Afrika und Südengland ein – Afrika passend in erdigen Tönen mit buntem Kontrast, England in distanziertem schwarz-weiß mit Farbakzent. Lediglich Blumen faszinieren Tochter und Vater gleichermaßen.

Der Sohn René Wischinski hat sich auf Cartoons, Comics und Zeichnungen spezialisiert – sehr präzise, teilweise nachdenklich, teilweise mit schwarzem Humor, gern mit Hund. Sein erstes Comic-Buch „Humbug 1“ ist dieses Jahr erschienen, auf seiner Website kritzelkomplex.de kann man die Werke bewundern und teils als Postkarte, Poster oder Kalender erwerben.

Wertvolle Unterstützung

Eröffnet wurde die Ausstellung vom Landgraafs Bürgermeister Raymond Vlecken sowie von Thomas de Jong, Referent des Übach-Palenberger Bürgermeisters, und auch stellvertretend für Verwaltungschef Wolfgang Jungnitsch in der Partnergemeinde.

Bürgermeister Vlecken betonte, wie wichtig der regelmäßige Austausch von Ausstellungen als einer der Bausteine der kommunalen Partnerschaft sei.

Thomas de Jong, mit der Familie Wischinski bekannt und entsprechend gut informiert, dankte dem Partnerschaftsverein, mit dessen Unterstützung diese Ausstellung möglich gemacht wurde.

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