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Sanierung der Röchlingstraße ist vorerst vom Tisch

Von: mh
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Übach-Palenberg. Ob die Anwohner der Röchlingstraße wirklich tief aufatmen können, müssen die nächsten Winter zeigen. Die akute Bedrohung für ihre Geldbeutel ist jedoch zunächst vom Tisch. Die zahlreichen Anwohner, die am Dienstagabend mit Spannung die Beratung im Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Ordnung verfolgten, nahmen zur Kenntnis, dass die Sanierung der Straße bis auf weiteres zurückgestellt wurde.

Zunächst hatte Bauamtsleiter Achim Vogelheim im Ausschuss den schlechten Zustand der Straße dokumentiert und unter anderem auf die Pflicht der Stadt, für die Verkehrssicherheit zu sorgen, hingewiesen. Nach einem von der Verwaltung erstellten Gutachten hat die Straße einen wenig festen und nicht ausreichend tragfähigen Untergrund. Vogelheim: „Das ist eine wabernde Masse.“ Eine Sanierung mit einer vier Zentimeter dicken Deckschicht wie an anderen Straßen ist nach Vogelheims Darstellung hier nicht möglich. Nach einer Sanierung, die bei anderen Straßen für 20 Jahre ausreicht, sei die Röchlingstraße bereits nach fünf Jahren wieder in einem desolaten Zustand. Die Stadt, so Vogelheim, habe bisher 30.000 Euro in die Vorarbeiten gesteckt. Das sei bei einem Aufschub möglicherweise verlorenes Geld.

Für die CDU-Fraktion wies Josef Fröschen darauf hin, dass die Haushaltsberatungen gezeigt hätten, dass man den Wüschen der Bürger entgegenkommen wolle. Er beantragte, den Ausbau so lange zurückzustellen, wie es die Stand- und Verkehrssicherheit zulasse. Das habe für die Anwohner den Vorteil, sich für die Zukunft auf die entstehenden Anliegerkosten vorbereiten zu können. Dass diese Kosten an der rund 50 Jahre alten Straße höher sind als in Neubaugebieten, liegt – wie die Diskussion zeigte – an dem damals üblichen großzügigen Zuschnitt der Grundstücke.

Die Kosten einer Sanierung werden nach der Aussage von Heiner Weißborn (SPD) auf 400.000 Euro geschätzt. Die Kosten seien den Anwohnern der reinen Wohnstraße ohne überörtliche Bedeutung nicht zuzumuten. Sein Fraktionskollege Alf-Ingo Pickartz hatte zuvor betont, dass der Verzicht auf Sanierung ein Vorschlag der SPD war, und auf andere Straßen hingewiesen (Beispiel Rathausplatz), für die eine Sanierung dringender sei. Wolfgang Bien von der UWG wollte von der Verwaltung wissen, ob es verantwortbar sei, den Anwohnerwünschen zu folgen, was nach Meinung des Beigeordneten Helmut Mainz zurzeit noch möglich ist, während Günter Weinen (CDU) anmerkte, es dürfe später nicht heißen „die Stadt hat die Straße verkommen lassen“. Die Entscheidung über den Aufschub der Sanierung erfolgte einstimmig, wobei allen klar war, dass ein heftiger Winter für eine Änderung der Sachlage sorgen kann.

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