Radarfallen Blitzen Freisteller

Sanierung der Awacs-Startbahn soll im Mai beginnen

Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Die Lärmschutzkommission der Nato-Air-Base in Teveren, die einmal jährlich zusammenkommt, hat auch die jüngste Baumfällaktion angesprochen. Zudem wurde eine leichte Reduktion der Flugbewegungen bilanziert und die Startbahnsanierung angekündigt.

Die Kommandeure Generalmajor Jochen Both und Generalmajor Andrew Mueller begrüßten die Bürgermeister und Repräsentanten der umliegenden Städte und Gemeinden, darunter Geilenkirchen, Gangelt, Übach-Palenberg und Herzogenrath, Kreis Heinsberg, Städteregion Aachen, NRW-Verkehrsministerium sowie Vertreter der Initiative gegen Awacs-Emissionen.

Generalmajor Both wies darauf hin, dass der Verband aufgrund seiner Fähigkeiten in Afghanistan einen essenziellen Beitrag für das Gelingen der ISAF-Operationen leiste. Zudem unterstütze das Nato E-3A-Component den Antipiraterieeinsatz im Mittelmeer maßgeblich. Generalmajor Mueller betonte die „sehr gute Nachbarschaft“ und bedankte sich für die Unterstützung der Angehörigen des Stützpunkts und deren Familien durch die umliegenden Gemeinden. „Wir sind sehr dankbar für die lokale Einbindung und für die große Unterstützung, die wir erfahren dürfen“, so Andrew Mueller.

Oberst Werner Nemetschek, Chef des Stabes beim E-3A-Verband, berichtete über den Flugbetrieb auf der Air Base im Jahr 2013 und die Perspektiven für 2014. Neben einer leichten Reduzierung der militärischen Flugbewegungen in 2013, gleichbleibenden Platzöffnungszeiten für 2014 und einer Begrenzung der Triebwerktests auf das absolute Minimum, wird das laufende Jahr bestimmt durch die Rückverlegung aus Afghanistan und die notwendigen Sanierungsarbeiten an der Startbahn. Die Rückführung von Personal und Material aus Afghanistan werde überwiegend durch einen zivilen Vertragspartner abgewickelt, der seine Heimatbasis im belgischen Lüttich hat.

Die Sanierung der Starbahn, die im Mai 2014 beginnen soll, wird zudem zu einer Reduzierung der militärischen Flugbewegungen in den Sommermonaten führen. Allerdings ist im Norden der NATO Air Base in dieser Zeit mit erhöhtem Verkehrsaufkommen durch Baufahrzeuge zu rechnen.

Oberst Nemetschek ging darauf ein, dass der Prozentsatz aller Übungsanflüge der E-3A-Maschinen auf die Air Base bei unter 30 Prozent liege; mehr als 70 Prozent der Anflüge werde in anderen Staaten Europas realisiert. Obwohl ein großer Teil des Trainings der Besatzungen in modernen Simulatoren auf der Air Base absolviert werde, „sind Übungsflüge eine zentrale Voraussetzung für einen sicheren Flugbetrieb und erfolgreiche Einsätze“, hieß es.

Stichwort des Stabsoffiziers war, aus aktuellem Anlass, auch die notwendige Forstarbeit in Teveren am Ostkopf der Startbahn. Er schilderte der Runde die Hintergründe der Holzarbeiten, die ihm unter anderem von den verantwortlichen Beamten geschildert worden war. Die Kappung der Bäume, relevant für die Flugsicherung und wie sie von der Nato gefordert werden, lassen sich forstlich nicht durch ein simples Kürzen der Bäume in einer gewissen Höhe bewerkstelligen, hieß es.

Besonders Nadelbäume würden durch diese Maßnahme die Möglichkeit zur Photosynthese verlieren und zwangsläufig über die Jahre hinweg absterben. Durch das „auf den Stock“ setzen, das bedeute ein bodennahes Fällen, ließe man den Baum am Leben und gäbe ihm die Möglichkeit, neu auszutreiben. Nötig sei, dass auch abgeschnittene Teile von Bäumen auf der Fläche liegenblieben. Sie hielten unter anderem Flugsamen fest, die zu einem Neuaustrieb von unterschiedlichen Arten nötig wären. Würde man diese Faktoren außer Acht lassen und sämtliche Bäume in einer gewissen Höhe kappen, hätte man in wenigen Jahren einen größtenteils toten Wald.

Wichtig, so der Oberst, sei allerdings, dass man für die Forstarbeiten Zeiträume ausschließlich in den Wintermonaten vorsähe. So sei harter Boden bei den Arbeiten nötig, um den Boden zu schonen. Daher seien Zeitfenster für diese Arbeiten unabdingbar.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert