Regen aus Kübeln treibt Schützen vom Hof

Von: g.s.
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Stets ein Hingucker: der große Festzug der Vereinigten St.-Sebastianus- und Junggesellen-Schützenbruderschaften durch die Innenstadt Geilenkirchens. Auch in diesem Jahr waren befreundete Bruderschaften samt ihren Majestäten mit unterwegs. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Nicht ganz vom Regen verschont blieb die Pfingstkirmes der Vereinigten St.-Sebastianus- und Junggesellen-Schützenbruderschaften an den zurückliegenden Feiertagen.

Allein aufgrund des Starkregens am Sonntagmorgen musste der Gottesdienst in der Aula des St.-Ursula-Gymnasiums gehalten werden, nicht wie geplant im Hof. Die Kirmesfeiern waren einen Tag zuvor mit dem Beiern, dem Handanschlagen der Glocken von St. Marien eingeläutet worden. Über die Glockenklänge freuten sich viele Menschen, denn nach dem Brand in der Pfarrkirche ist das Geläut nur noch selten zu hören.

Spaß und Gottesdienst

Bei der ersten „Candlelight-Party mit Barbecue“ machte die Spaßkapelle „L.B.D.“ aus dem niederländischen Schaesberg am Abend richtig Stimmung im Innenhof des Gymnasiums.

Nach der Totenehrung am Ehrenmal auf dem Friedhof und einem kurzen Marsch zum Burghof folgte am zweiten Tag der Gottesdienst in der Aula. Musikalisch gestaltet wurde die von Pfarrer Peter Frisch zelebrierte Messe vom Chor „Dacapo“ und der St.-Johannes-Schützenkapelle aus Hünshoven.

Erst Schauer, dann Sonne

Während es draußen wie aus Kübeln goss, wurden Erinnerungen an den Festzug im Jahr 1997 wach, als bei einem Unwetter wirklich „kein Auge“ trocken blieb. Festzugteilnehmer waren damals in die Eingänge von Häusern und Geschäften geflüchtet, und der frühere Bürgermeister Franz Beemelmanns hatte danach – so erzählt man – seinen dunklen Nadelstreifenanzug wegwerfen müssen.

Doch nach dem starken Schauer ließ sich die Sonne schnell wieder blicken und brannte heiß auf die Festteilnehmer. So verlief das Platzkonzert mit der St.-Johannes-Schützenkapelle auf dem Burghof harmonisch, und der Frühschoppen setzte schöne gesellige Akzente.

Gespannt warteten die Menschen am Nachmittag an den Straßenrändern der Innenstadt auf die Schützenschar. Allerdings waren es bei weitem nicht mehr so viele Zuschauer wie in früheren Jahren, die sich das Spektakel anschauten. Viele Anrainer vermuteten als Grund dafür die aktuelle Baustelle in der Herzog-Wilhelm-Straße. Aber auch die Innenstädter hatten sich zurückgehalten; es waren vielmehr Besucher aus den Stadtteilen wie Teveren, Süggerath oder Würm, die den vorbeimarschierenden Gruppen zuwinkten.

Neben den Gastgebern der Sebastianus-Schützen hatten sich die Bruderschaften St. Josef aus Bauchem, St. Johannes aus Hünshoven und St. Dionysius aus Frelenberg eingereiht. Letztere brachten das Königspaar Eckhard Kubitschek und Königin Conny Banzet sowie ihren Kaiser Karl-Heinz Cremer mit. Auch die beiden Bezirkskönige Marcel Rauch und Hans-Joachim Walter sowie Bürgermeister Thomas Fiedler gaben den Gastgebern die Ehre. Die beiden Trommler- und Pfeiferkorps Bauchem und Übach-Palenberg sorgten beim Marsch durch die City für den Rhythmus.

Bei Rückkehr zum Burghof hatte schon die Cafeteria geöffnet und bekam viel Zulauf. In geselliger Runde ging die Pfingstkirmes am Sonntagnachmittag zu Ende.

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