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Realschüler laufen für Ruanda

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Mit großem Engagement erliefen die Siebtklässler der Realschule Gangelt wieder einen tollen Spendenbetrag für die Ruandahilfe. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Seit nunmehr 15 Jahren laufen die Schüler der Realschule in Gangelt schon für ihre Altersgenossen im afrikanischen Ruanda. Immer wieder sammeln sie dabei beeindruckende Beträge. Auch bei der jüngsten Auflage von Projektwoche, Spendenlauf und Schulfest kam mit exakt 2620,87 Euro wieder eine schöne Spendensumme zusammen.

Der symbolische Scheck wurde im Rahmen einer kleinen Präsentation rund um die Projektwoche „Ruanda“ offiziell übergeben. Für Lieselotte Bierbaum vom Verein „Wir für Ruanda“ war es ein willkommener Anlass, sich für das nimmermüde Engagement der Schüler zu bedanken. „Es ist einfach super, was ihr jedes Jahr leistet, ich freue mich immer wieder über euren Einsatz“, freute sich eine strahlende Lieselotte Bierbaum.

Gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Bernd Bierbaum ist sie schon seit vielen Jahren in der Ruandahilfe engagiert und war auch schon selbst beim Spendenlauf dabei. Der fand in diesem Jahr übrigens im Mai statt. 90 Schüler der siebten Klassen der Realschule in Gangelt gingen damals die genau 968 Meter Wegstrecke um den Kahnweiher als Laufstrecke an. Gezählt wurden beim Lauf nicht Zeiten oder neue Rundenrekorde, sondern die insgesamt zurückgelegten Runden pro Schüler.

Dafür gab es Bares, und zwar nicht für die laufenden Pennäler, sondern für die Partner in Ruanda. Im Vorfeld hatten die Schüler dazu nicht nur ihre ganze Familie, sondern auch das Lehrerkollegium und Bekannte aktiviert. Alle, die wollten, durften „ihrem Schüler“, der seine Runden für sie drehte, ab zehn Cent pro Runde stiften. Meistens waren es aber 50 oder 100 Cent, die pro Runde für den guten Zweck erlaufen wurden. Koordinatoren waren Markus Fabricius und die Klassenlehrer Stefan Mevissen (7a), Sigrid Odermann (7b) und Josef Welfens (7c). Doch letztlich war es egal, wieviele Runden jeder schaffte, das Gesamtergebnis sollte stimmen.

„Es entspricht gar nicht dem viel zitierten Zustand, Kinder und Jugendliche seien bewegungsfaul“, beschreibt Markus Fabricius die Situation. „Unsere Kinder laufen mit hohem Engagement 60 Minuten lang“, weiß er, „und wenn man sagt, es geht in die letzte Runde, dann legen die sogar noch ein Schippchen drauf“. Ein Schippchen drauflegen für die Hilfe, das ist auch der Gedanke, der hinter dem gesamten Gedanken des Ruandaprojektes steckt. So wird der Lauf nicht einfach jedes Jahr einmal ins Schulprogramm gehievt, sondern ist fester Bestandteil einer ganzen Projektwoche, die sich mit Ruanda befasst.

Dr. Bernd Bierbaum vom Verein „Wir für Ruanda“ ist mit seinen Mitstreitern regelmäßiger Gast in der Gangelter Realschule, berichtet über Leben und Arbeit vor Ort. Gleichzeitig zeigt sein Wirken auch die Schwierigkeiten auf, die in dieser afrikanischen Region herrschen. „2006 wurde Kontakt aufgenommen zu den Leitern der Schulen in Birambizu und Bugina im Kongo, die durch den schrecklichen Genozid weitgehend zerstört und noch nicht wieder aufgebaut worden waren und von unseren erlaufenen Geldern profitieren sollten“, erzählt der Pädagoge. Doch auch hier zeigte die Realität ihr grausames Antlitz, Priester vor Ort wurden ermordet und die Verbindung riss ab. So gibt es genügend Gründe, weiterhin für die Partner in Afrika zu laufen.

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