Übach-Palenberg - „Rappelkiste” bekommt ein neues Gesicht

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„Rappelkiste” bekommt ein neues Gesicht

Von: mabie
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Die Kinder im Familienzentrum „Rappelkiste” an der Theodor-Seipp-Straße in Frelenberg können sich bald auf einen kompletten Neubau ihres Kindergartens freuen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Selten hat ein Vortrag im Ausschuss für Jugend, Familien, Senioren und Soziales so viel Beifall bekommen, wie der von Dirk Cordes. Der Architekt vom Büro „Cordes + Cohnen” in Wassenberg stellte den Ausschussmitgliedern das künftige Gesicht des Kindergartens „Rappelkiste” in der Frelenberger Theodor-Seipp-Straße vor.

Bislang gibt es in der vom Christlichen Kindergartenverein getragenen Einrichtung nur zwei Gruppen. Der Bau aus dem Jahr 1956 scheint jetzt schon an seine Grenzen gekommen, er wirkt auf 200 Quadratmetern zwar den Umständen entsprechend angepasst.

Doch wenn künftig, auch vor dem Hintergrund der für 2013 angepeilten Umsetzung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), noch eine dritte Gruppe hinzukommen soll, ist hier kein Platz mehr. Bereits im Juni 2009 wurde im betreffenden Fachausschuss eine dahingehende Planung vorgestellt.

Details nach einer eingehenden Überarbeitung enthüllte nun der Vortrag von Dirk Cordes. In gut einer halben Stunde nahm er die Anwesenden mit auf einen virtuellen Rundgang durch die zukünftige „Rappelkiste”. Ein Investor steht bereit, um die dann 650 Quadratmeter Nutzfläche zu bauen.

Von außen wird die auf dem Plan mächtig wirkende Fläche geschickt durchbrochen. Flachdächer und flache Pultdachteile wechseln sich ab, die Fassade erscheint nicht als einheitliche Masse, sondern aufgelockert, was dem eingeschossigen Bau insgesamt mehr Charme gibt. Die zur Straße gerichtete Fläche wirkt dabei weniger massig als der Altbau, die wahre Größe entfaltet sich nach hinten heraus. Auf noch zu erwerbenden beziehungsweise mit der Stadt zu tauschenden Flächen gibt es dann zwei Außenflächen.

Fest installierte Spielgeräte

„Dies hat den Vorteil, dass hier zum einen beispielsweise Spielgeräte fest installiert werden können, zum anderen aber auch eine Freifläche beispielsweise zum Bolzen entsteht”, so Cordes. Vor dem Haupteingang gibt es eine kleine Terrassenfläche, wo Eltern sich treffen können, hinter dem Haupteingang und dem integrierten Windfang öffnet sich dann der großzügige Neubau. Linker Hand finden Kiga-Leitung und -Mitarbeiter ihr neues Domizil, dazu kommen Funktionsräume und ein insgesamt von den eigentlichen Gruppenräumen gut abgetrennter Bereich.

Gestalterischer Höhepunkt im Zentrum des Neubaus wird das so genannte „Kinderrestaurant”. „Es wird ein Treffpunkt im Inneren, dazu werden die sonst in die Gruppenräume integrierten Küchen einfach herausgenommen”, erläuterte der Architekt. Die drei Gruppenbereiche zeigen sich als bauähnliche Module, die alle Schlaf-, Wickel- und Sanitärraum haben. Damit wird ein Gruppenbetrieb möglich, bei dem die Kinder immer innerhalb des fest definierten Gruppenbereiches bleiben, ohne beispielsweise über den Flur zur Toilette laufen zu müssen.

Jeder Gruppenraum hat dazu noch einen kleineren Nebenraum und eine Terrasse, dazu kommen zentral neben dem „Kinderrestaurant” noch ein Mehrzweckraum und die große Außenterrasse. Über die Kosten wurde noch nichts bekannt.

KiBiz - das bedeutet auch Um- und Neubauten
Jetzt ist KiBiz da. Diskutiert, abgelehnt und befürwortet: das so genannte Kinderbildungsgesetz, kurz „KiBiz”, ist nun auch in der ehemaligen Zechengemeinde angekommen.

Neben den drei buchbaren Stundenpaketen - 25, 35 oder 45 Betreuungsstunden pro Woche - kommt beim KiBiz noch der ab 1. August 2013 geltende Rechtsanspruch auf eine Tagesbetreuung für unter Dreijährige hinzu.

Alle Träger von Kindertagesstätten im Stadtgebiet müssen nun entsprechende Plätze und die zusätzlichen räumlichen Bedingungen für Ruhezonen oder Wickelbereiche schaffen müssten. Das bedeutet mal mehr, mal weniger umfangreiche Um- und Neubaumaßnahmen in den einzelnen Einrichtungen.

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