Geilenkirchen - Rainer Priggen begeistert von soziokulturellem Zentrum

Rainer Priggen begeistert von soziokulturellem Zentrum

Von: g.s.
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Eigentümer Franz Davids (2.v.r.) sowie Brigitte Merkes (r.), Rainer Jansen (l.) und Jürgen Benden (Mitte) stellten MdL Rainer Priggen (2.v.l.) das angedachte Soziokulturelle Zentrum vor. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Vor etwas mehr als einem Jahr machten die Grünen in Geilenkirchen den Vorschlag, im leerstehenden Gebäude der ehemaligen Molkerei ein Soziokulturelles Zentrum einzurichten.

Der von unserer Zeitung bereits vorgestellte Treffpunkt für Jung und Alt resultiert aus einer Analyse von Bündnis90/ Die Grünen, nach dem „in Geilenkirchen kein ausreichendes Angebot für Jugendliche und Senioren vorhanden ist”, so Grünen-Sprecher Jürgen Benden im vorigen Jahr.

Deshalb brauche man ein Jugendzentrum, das neben den beiden bestehenden kirchlichen Einrichtungen „NewCom” und „Zille” ein zusätzliches und ergänzendes Angebot bieten könne.

Gemeinsame Erlebniswelt

Als Weiterentwicklung der Grundidee kam schließlich ein Konzept zum Tragen, nach dem für Jugend und Alter unter dem Dach eines Mehrgenerationenhauses eine gemeinsame Erlebniswelt, also ein Sozial-Kulturelles-Zentrum entstehen könnte. Die Idee hatte sich bis zum energiepolitischen Sprecher, Rainer Priggen (MdL), herumgesprochen, und so informierte sich dieser vor Ort über das Geilenkirchener Projekt.

Der Hausherr und Besitzer des umfangreichen Gebäudekomplexes, Franz Davids, berichtete dem Landtagsabgeordneten, dass hier einmal ein milchverarbeitender Betrieb seine Produkte fertigte. Der vordere Teil, dem sich ein 50 Meter langer, voll unterkellerter Hallenkomplex anschließt, sei als Verwaltungstrakt mit Hausmeisterwohnung genutzt worden. In diesem massiven, dreigeschossigen Gebäude, in dem früher einmal Asylbewerber ihr Zuhause fanden, könnte das „Multi-Kulti-Zentrum” eingerichtet werden.

Bei Franz Davids findet die Idee der Grünen offene Ohren. Der Hausherr führte Rainer Priggen und einige Orts-Grünen durch die Räume, während Jürgen Benden und Rainer Jansen ihre Vorstellungen vortrugen. Besonders die Umweltaspekte spielen bei den Grünen eine Rolle. „Das Zentrum muss als energetisches Vorzeigeobjekt ausgebaut werden”, sagte Benden. Bei 500 Quadratmetern Nutzfläche gibt es da einiges zu tun, aber: „Wir wollen das erst einmal anstoßen und später die Antworten liefern”, so Benden.

Davids verweist auf die außergewöhnlich hohen Räume, selbst im Speicher- und Kellerbereich erreichen die Zimmer noch eine Höhe von drei Meter. Davids erzählt von den vorhandenen Brunnen auf dem Gelände, über die eine Wärmegewinnung erfolgen könne.

Vieles möchte der Eigentümer noch erhalten, so etwa die Rampe für das Verladen der Milchprodukte. Priggen sieht, dass die alten Gebäude einen besonderen Reiz haben und gibt einige Tipps, wie man für derartige Projekte Fördermittel locker machen könnte. Zum Beispiel aus einem Topf des Bundesumweltministeriums. Der energiepolitische Sprecher der Grünen ist überrascht und begeistert, wie gut die alte Molkerei über den ÖPNV erreichbar ist, denn nur wenige Meter weiter befindet sich eine Bushaltestelle.

Der Rundgang offenbart allerdings auch, dass sich der Gebäudekomplex in einem verwahrlosten Zustand befindet, im inneren Bereich zerstört durch Vandalismus. Doch Jansen betont, dass in die Jugend investiert werden müsse, denn in Geilenkirchen läge hier einiges im Argen. Mit Unterstützung von Rainer Priggen wollen die Grünen das Projekt „Soziokulturelles Zentrum” jedenfalls weiter verfolgen und wissen sich, durch viele Gespräche bestätigt, auf der Seite der Bevölkerung.
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