Quarzsandtagebau in Marienberg: Mondlandschaft mit zahlreichen grünen Tupfern

Von: mabie
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Hans-Peter Gatzen (l.) und Hor
Hans-Peter Gatzen (l.) und Horst Tacken (r.) von der Stadtverwaltung machten sich gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (2.v.l.) und Ingenieur Thomas Quednau von den Rheinischen Baustoffwerken ein Bild vom Ist-Zustand der renaturierten Kiesgrube. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Schon am 30. September 1999 wurde von den Rheinischen Baustoffwerken ein Abschlussbetriebsplan für den ehemaligen Quarzsandtagebau in Marienberg vorgelegt. Inzwischen ist etwas Gras über die Sache gewachsen, doch im Juli 2010 wurde eben jener Plan nochmal geändert.

Die Modifikationen wurden nun von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch sowie Horst Tacken und Hans-Peter Gatzen von der Stadtverwaltung in Augenschein genommen. Als kompetenten Führer durch die einstige „Mondlandschaft” gewannen sie Ingenieur Thomas Quednau von den Rheinischen Baustoffwerken in Bergheim. Gleich am Eingang der einstigen Kiesgrube fiel auf, dass die Natur sich wieder Raum verschafft hat.

Zwar sind die noch bestehenden Teile der technischen Einrichtung, wie die Sprühanlage für Lkw - gegen den feinen Staub - noch gut sichtbar. „Wir haben aber alle sonstigen Gebäudeteile zurückgebaut”, berichtete Quednau. Die Betriebseinrichtungen für die Handvoll Männer, die hier noch ihren Dienst taten, sind nicht mehr erkennbar. Zurückgeblieben ist eine faszinierende Mischung aus gut sichtbaren Sedimentschichten und dem Grün der aufblühenden Natur.

In der Tallage finden sich zwei mit Wasser bespannte Flächen, die zudem eine für Teiche typische Vegetation zeigen. Ringsum findet sich Kies in allen Körnungen, vom feinen Sand über gröberes Gestein, das hier und da nach dem Ende der Baumaßnahmen zur Renaturierung auch in Hügel verwandelt wurde. „So bieten wir hier lebenden Tieren, wie zum Beispiel Reptilien, optimale Rückzugsmöglichkeiten”, weiß Quednau. Rings um die sich breit spannende Tallage findet sich ein wassergebundener Wirtschaftsweg, der beinahe um die gesamte Grundfläche reicht. Dort hin und darüber hinaus finden sich teils modellierte Hänge, die bis zu den höchsten Punkten reichen.

Anfallendes Wasser wird über entsprechende Vertiefungen in die gesamte ehemalige Kiesgrube geleitet, auch die Wässer, die aus Richtung der Baugebiete „Kirchenweg I und II” in Scherpenseel kommen. Schon jetzt überwiegt in den Hanglagen die Farbe Grün, allerdings sind noch einige Schnitte und Anpflanzungen vorgesehen, um die endgültige Form zu erreichen. Auch steile Abrisskanten an den deichförmigen Oberkanten sollen erhalten bleiben.

„Das sind ökologisch interessante Abrisskanten, die beispielsweise von steil brütenden Vögeln gern genutzt werden”, ergänzte Horst Tacken dazu.
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