Kreis Heinsberg - Puppen gehen bald auf eine große Reise

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Puppen gehen bald auf eine große Reise

Letzte Aktualisierung:
Mit viel Liebe zum Detail gest
Mit viel Liebe zum Detail gestaltet sie die Unikate: Stolz zeigt Marianne Antzenberger eine Auswahl der Puppen, die im Oktober nach Rumänien geschickt werden. Foto: Gangelter Einrichtungen Maria Hilf

Kreis Heinsberg. Marianne Antzenberger ist 74 Jahre alt und lebt seit 37 Jahren in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf. Die rüstige Seniorin hilft jeden Vormittag in der Gruppe, in der sie wohnt, beim Falten der sauberen Wäsche.

Nach dem Mittagessen und einem kurzen Schläfchen beginnt sie dann mit ihrer großen Leidenschaft: dem Anfertigen von Stoffpuppen.

Mit viel Liebe zum Detail, Fleiß, Geduld und aus verschiedenen Materialien gestaltet sie die Unikate: ob große oder kleine, männliche oder weibliche - bei Marianne Antzenberger findet man alles. Jede Puppe hat auch einen Namen.

Aktuell arbeitet sie an Angelo und Angelina. Wie es sich für ein Geschwisterpaar gehört, haben sie beide die gleiche Haarfarbe, und auch sonst lässt sich die eine oder andere Ähnlichkeit entdecken. Die beiden Puppen gehen im August gemeinsam mit rund 15 anderen zunächst auf eine kleine und dann auf eine große Reise.

Noch bis zum 26. September werden die Puppen von Marianne Antzenberger im Café Lebensart in Hückelhoven an der Dr.-Ruben-Str. 34 ausgestellt und können zu den Öffnungszeiten des Cafés (montags bis freitags von 9.30 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr) angeschaut werden.

Im Anschluss an diese Ausstellung - im Oktober - werden die Puppen dann nach Rumänien geschickt. Dort sollen sie die Herzen von Kindern aus armen Familien erfreuen, die sich den Kauf einer Puppe nicht leisten können.

„Ein bisschen traurig bin ich schon, dass ich mich von meinen Puppen trennen muss”, bedauert Marianne Antzenberger, fügt jedoch dann zuversichtlich hinzu: „Aber bei den Kindern in Rumänien werden sie es bestimmt gut haben.”

Die 74-Jährige hat viele Interessen. Neben dem Basteln von Puppen ist sie auch musikalisch sehr aktiv. So spielt sie jeden Samstag im Wortgottesdienst in der Kapelle der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf auf der Orgel. Das hat sie sich selbst beigebracht. Noten lesen konnte sie anfangs nicht.

Ein weiteres Hobby der Rentnerin ist das Stricken. Für Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, der die Gangelter Einrichtungen Maria Hilf Ende Juni besuchte, hatte Marianne Antzenberger ein Paar Strümpfe gestrickt. „Die hat der Bischof auch sofort angezogen. Da war ich sehr stolz”, erzählt sie mit leuchtenden Augen.

Wenn man Marianne Antzenberger trifft, gewinnt man den Eindruck, dass die fitte ältere Dame bei allem, was sie tut, viel Freude hat. Es gibt nur wenige Augenblicke, in denen die Seniorin kein Strahlen im Gesicht hat. Eine große Sorge beschäftigt sie aktuell, nämlich „ob die Puppen auch heil bei den armen Kindern in Rumänien ankommen.”

Abgemacht ist aber, dass sie ein Foto der Kinder und Puppen erhält. Und viel Zeit zum Nachdenken hat sie ohnehin nicht. Denn schon jetzt beginnt sie mit neuen Puppen, die dann im nächsten Jahr ebenfalls auf die Reise nach Rumänien gehen werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert