Baesweiler - Projekt „Soziale Stadt Setterich”: Bürger planen Begegnungsstätte

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Projekt „Soziale Stadt Setterich”: Bürger planen Begegnungsstätte

Von: Sigi Malinowski
Letzte Aktualisierung:

Baesweiler. Das Zeichen ist deutlich. Das Projekt „Soziale Stadt Setterich” wird in Baesweiler in seiner ganzen Struktur als Chefsache behandelt.

Baesweilers Verwaltungsspitze machte das bei einem Projekttag nochmals deutlich. So setzten sich Bürgermeister Dr. Willi Linkens und auch die beiden Beigeordneten Peter Strauch und Frank Brunner mit Vereinsvertretern und „ungebundenen” Bürgern zusammen - und notierten fleißig Wünsche. Hauptthema: Wie kleiden wir das geplante „Haus Setterich”, die künftige Begegnungsstätte, mit Leben aus?

Das Interesse war beachtlich. Etwa 70 Interessierte aus Bürgerschaft, Vereinen, Integrationsrat, Kulturbetrieb oder anderen Organisationen beteiligten sich am Planungs-Workshop. Mit dabei: Die Stadtteilmanager Bernhard Döveling und Ute Fischer vom Deutschen Roten Kreuz, die das ehrgeizige Projekt koordinieren.

In der Barbaraschule hatten vor zwei Jahren die ersten Planungen begonnen. Dort ging es nun auch ans Eingemachte. Bürgermeister Linkens erläuterte: „Es ist uns ganz wichtig, dass Sie nach diesem Workshop, in dem wir unsere Gestaltungen, Anregungen und Planungen einbringen wollen, auch für das Projekt Werbung machen.”

Darauf wird er sich offensichtlich verlassen können. Die Teilnehmerschaft wirkt sehr entschlossen, was auch bei den einzelnen Diskussionsrunden in den Arbeitsgruppen deutlich herauszuhören war. Was in Setterich im Planungszeitraum der nächsten fünf Jahre grundsätzlich umgesetzt werden soll, stellten Peter Strauch und Frank Brunner erneut vor.

„Ich bin überzeugt, dass Setterich in fünf Jahren viel schöner ist”, betonte der Technische Beigeordnete Strauch. „Wir werden mit drei Projekten beginnen”, nannte Sozialwissenschaftler Bernd Döveling das Erzählcaf, ein Planungsbüro für Jugendliche und den Treffpunkt Seniorendienste.

Bernd Döveling konstatierte, dass „eine hohe Bereitschaft zum Mitmachen besteht”. Das untermauerte auch Beigeordneter Frank Brunner, der betonte: „Wir wollen die Aktivitäten der Vereine nicht einschränken. Im Gegenteil. Wir werden sie fördern.”

Die Teilnehmer des Workshops bündelten in drei Gruppen in Klassenräumen der Barbaraschule ihre Ideen. Diese werden demnächst in den Fachausschüssen des Baesweiler Stadtrats konkret beraten. Linkens, Strauch, Brunner sowie die Vize-Bürgermeister Jürgen Burghardt und Herbert Geller notierten seitenweise Stichworte.

Haupttenor mit Blickrichtung „Haus Setterich”: In der Begegnungsstätte, die auf einem Grundstück von 1600 Quadratmetern errrichtet wird, 540 Quadratmeter Nutzfläche hat und einschließlich Fördermitteln Baukosten von rund 1,1 Millionen Euro verursacht, sollen ein Erzählcafé, Heimatstube, Werkstätten, Möglichkeiten zur schulischen Betreuung von Kindern, berufliche Qualifizierungen, integratives Arbeiten, Musikbunker und vieles mehr eingerichtet werden.

Das will die Stadt engagiert angehen, wie deutlich wurde. Bernd Döveling unterstrich: „Viele Kommunen schreiben die Bürgerbeteiligung auf ihre Fahnen, aber nur wenige - wie Baesweiler - praktizieren diese auch.”
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