Übach-Palenberg - Politik lehnt Kauf von Büroflächen der Sparkasse für 480.000 Euro ab

Politik lehnt Kauf von Büroflächen der Sparkasse für 480.000 Euro ab

Von: jpm
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Die zur Diskussion stehenden Räume grenzen gleich an das Rathaus – ein Kaufargument? Foto: Jan Mönch

Übach-Palenberg. 480.000 Euro wollte die Sparkasse für einige Büroräume von der Stadt haben, doch der Verkauf ist nicht zustande gekommen. Der Verwaltung gelang es bislang nicht, die Stadtverordneten von der Notwendigkeit zu überzeugen, die Mitarbeiter des Jugendamtes dauerhaft am Rathausplatz unterzubringen.

Zwar wurden die Räume angemietet, der Vertrag läuft ab dem 1. März. Doch ob daraus die ursprünglich angedachte Dauerlösung wird, der Verkauf also doch noch zustande kommt, ist fraglich. Die Stadtverwaltung jedenfalls will sich von dieser Idee noch nicht verabschieden.

Bislang sind die Mitarbeiter des Jugendamts in einem Gebäude der Sparkasse in Palenberg untergebracht. Dieses Mietverhältnis ist jedoch durch die Sparkasse beendet worden – womöglich bereits in der Annahme, man könne anschließend die Räume am Rathausplatz verkaufen. Der Verkauf hatte eigentlich im Dezember unter Ausschluss der Öffentlichkeit per notwendigem politischem Beschluss besiegelt werden sollen.

Unklarer Nutzen

Aus informierten Kreisen Übach-Palenbergs ist zu erfahren, dass der Erste Beigeordnete Helmut Mainz maßgeblich für die Idee getrommelt haben soll. Gegenüber unserer Zeitung hatte Mainz im Dezember betont, dass es von größter Wichtigkeit für die Klientel des Jugendamts sei, die für Übach-Palenberg zuständigen Mitarbeiter in der Stadt zu halten. Dass sie dort sitzen, ist aus dem Grunde nicht selbstverständlich, dass das Jugendamt nicht zur Stadt gehört, sondern zur Kreisverwaltung.

Die Stadtverordneten überzeugte Mainz mit seiner Argumentation jedoch offensichtlich nicht. Erschien die Zielsetzung, das Jugendamt in Übach-Palenberg zu halten, noch nachvollziehbar, stellte sich gleichwohl die Frage, ob sich nicht geeignete Räume für weniger Geld finden ließen.

Die 480 000 Euro errechneten sich aus einem Preis von 2000 Euro für jeden der 240 Quadratmeter. 200 000 Euro für Umbaumaßnahmen wären noch obendrauf gekommen. Diese waren sogar schon im Haushaltsplan eingestellt. Es ging also um eine durchaus beachtliche Summe. Die Miete kostet die Stadt nun zehn Euro pro Quadratmeter und Monat, die sich auf 28 800 Euro im Jahr summieren. Ursprünglich waren 12,50 Euro pro Quadratmeter im Gespräch.

Die Pressestelle des Rathauses reagiert heute schmallippig auf Fragen zum Thema. Gemietet habe man die Räume für ein Jahr, „in dieser Zeit werden weitere Überlegungen stattfinden“, heißt es nur. Dies schließe weiter die Möglichkeit eines Kaufs mit ein.

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