Kreis Heinsberg - Pilotversion: Elektrofahrrad wird beim Weinfest vorgestellt

Pilotversion: Elektrofahrrad wird beim Weinfest vorgestellt

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Der Konstrukteur und Geschäft
Der Konstrukteur und Geschäftsführer der NEW Re sitzt am Lenkrad: Markus Palic und das dreirädrige, solar-elektrisch betriebene Elektrofahrrad.

Kreis Heinsberg. Die NEW Re, eine Gesellschaft für regenerative Energien in der Region Heinsberg/Mönchengladbach, und „Die Werkstatt”, ein Fahrradhändler und Konstrukteur für Zweiradspezialitäten aus Erkelenz, stellen am Sonntag, 4. September, beim Geilenkirchener Weinfest ihr dreirädriges, solar-elektrisch betriebenes Elektrofahrrad vor.

Das von den Konstrukteuren als Solar-Pedelec bezeichnete Fortbewegungsmittel passe gut zu einem Weinfest meinten sie, weil die Sonne für die Fortbewegung ebenso wichtig sei wie für die Reifung der Trauben, die bekanntlich einen guten Wein ausmache.

Die Konstruktion, die derzeit als Pilotfahrzeug getestet wird, vereint gleich mehrere Eigenschaften. Sie besitzt ein Solardach, das gleichzeitig als Regenschutz dient, und bei idealen Sonneneinstrahlbedingungen eine Leistung von 132 Watt-Peak entfaltet. Damit, so der Konstrukteur und Geschäftsführer der NEW Re, Dipl.-Ing. Markus Palic, hätte man schon eine ausreichende Unterstützung, um auf dem Weg ins Büro nicht ins Schwitzen zu kommen.

Der Vorderradnabenmotor mit einer elektrischen Dauerleistung von 250 Watt (kurzzeitig bis 500 Watt) schenkt dem tretenden Fahrer eine bis zu dreifache Verstärkung. Der von BFSI gelieferte Antrieb verstärkt nicht nur die Tretleistung, sondern gewinnt auch die Bremsenergie zurück, um gemeinsam mit dem Solardach die Batterien wieder aufzuladen.


Die Nickel-Metallhydrid-Batterien werden über eine spezielle Laderegelung gespeist und haben eine Kapazität von insgesamt 20 Ampere-Stunden. Durch die hohe Ladeleistung aus dem Solarmodul hat das Fahrzeug bei durchschnittlicher Fahrgeschwindigkeit nach Darstellung von Palic theoretisch eine unbegrenzte Reichweite.

Kennzeichnend für die Konstruktion sind die schmale Bauweise des Dreirads und die über ein Parallelogramm schwenkbaren zwei Hinterräder, die dem Fahrzeug auch bei regennasser Fahrbahn eine besondere Stabilität verleihen. Die schmale Bauweise erlaubt auch das Befahren schmaler Radwege, ohne anzuecken. Im Stand kann der Schwenkmechanismus durch Knopfdruck arretiert werden, so dass der Fahrer die Füße auf den Pedalen lassen kann.

Alles in allem hält Detlef Hermanns, der Inhaber von „Die Werkstatt” und Entwickler des Schwenkmechanismus, den Aufbau des Fahrzeugs für weitgehend ausgereift. Das Augenmerk der weiteren Entwicklung werde hauptsächlich darauf gelegt, das Gefährt durch die Wahl leichterer Baumaterialien und Vereinfachungen bei der technischen Ausführung leichter und wendiger zu machen.

In der Pilotversion, so waren sich beide Akteure einig, sei das hauptsächlich aus Stahlrohr und Stahlkomponenten bestehende Fahrzeug zu schwer und raube deshalb einen großen Teil der elektromotorischen Unterstützung. Ideal sei bei diesem Konzept, dass die Batterien nach der Fahrt zum Beispiel ins Büro auch bei diffuser Strahlung - also auch bei Bewölkung - ohne Stromanschluss geladen werden und so auch für die Heimfahrt voll aufgeladen eine zügige und wenig anstrengende Fahrweise ermöglichen.

Bei der Vorstellung des Fahrzeugs an diesem Sonntag um 16 Uhr wird der Geilenkirchener Bürgermeister Fiedler, Mitinitiator der Entwicklung und auch sonst eine Pedelec-Fan, die Moderation übernehmen kann.

Beide Entwicklungspartner betonen, dass die Zusammenarbeit zwischen dem ideenreichen Mechaniker und dem Unternehmen, das regenerative Energien im Kreis forciert ausbauen will, sehr harmonisch verlaufen sei und erste Kontakte für eine Kleinserienfertigung mit einer Werkstätte in Heinsberg geknüpft worden seien.
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