Übach-Palenberg - Pianistin Asatiani begeistert in der „Hütte”

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Pianistin Asatiani begeistert in der „Hütte”

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Die Klaviervirtuosin Marika Asatiani zeigte beim Konzert in Marienberg (Bild) ihre außergewöhnliche Klasse. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Einen glänzenden Abschluss der Übach-Palenberger Konzertreihe in der „Hütte der Begegnung” bildete der Klavierabend mit der jungen georgischen Pianistin Marika Asatiani. Zurzeit ist sie bei Prof. Nina Tichman an der Musikhochschule Köln im Studiengang Solistenexamen.

Veranstalter des Konzertes waren die Freunde der Kammermusik und die Volkshochschule des Kreises Heinsberg.

In seiner Begrüßung dankte Ingo Rümke seitens der VHS der evangelischen Gemeinde für die Bereitstellung des Kirchenraumes und Hanns-Paul Jouck mit dem Verein „Freunde der Kammermusik” für die kreative und gute Zusammenarbeit seit nahezu 20 Jahren. „Ich hoffe, dass die Kammermusikreihe in dem wohltuenden Ambiente der âHütteÔ den Musikliebhabern erhalten bleibt.”

Die Zuhörer erwarteten ein breit gefächertes, interessantes Musikprogramm, das Kompositionen aus unterschiedlichen Stilepochen enthielt. So standen Werke des italienisch-spanischen Komponisten Domenico Scarlatti aus der Barockzeit, des Meisters der Wiener Klassik Beethoven, des Romantikers Schubert, des Spätromantikers Prokofjew und ein Werk des zeitgenössischen georgischen Komponisten Schugiashwili auf dem Programm.

Schon beim Vortrag der zwei Sonaten von dem großen Cembalo Virtuosen der damaligen Zeit und Komponisten Domenico Scarlatti (1685-1759), der Sonate c-moll K. 11 und der Sonate C-Dur K 159 zeigte Marika Asatiani ihre glänzende Technik und den musikalischen Einfällen adäquate Spielweise. Sie schaffte durch ihr leicht bewegtes Spiel die Zuhörer mit in ihren Bann zu ziehen. Unterstützt wurde der Eindruck auch durch ihre anmutige Art, die Gäste in ihr schöpferisches, dynamisches Umsetzen der Noten in Klangverläufe mit einzubeziehen.

Weitere Auftritte in der Region

Konzertfreunde dürfen sich in der kommenden Auftrittsreihe 2009/2010 in unserer Region auf weitere Begegnungen mit Pianistin Marika Asatiani freuen.

Termine sind beim Friedenskonzert am 22. November mit der französischen Flötistin Aurele Corbet in Übach-Palenberg sowie am 22. März 2010 mit der amerikanischen Geigerin Aya Muraki bei der Meisterkonzertreihe in Erkelenz.



































Beethovens Klaviersonate Nr 31 As-Dur op.110 gehört mit zwei weiteren zu den Sonaten, die in den Jahren 1819 und 1822 entstanden. Auch diese zählt damit zu den drei großen Sonaten, bei denen sich der Komponist zum letzten Mal mit einer großen schöpferischen Phantasie dem Klavier zuwandte. Eine gewaltige Aufgabe, der sich Marika Asatiani bei der musikalischen Umsetzung dieses Werkes stellte. Mit ihrem eminent ausdrucksstarken Spiel ließ sie die Zuhörer teilnehmen an dem, was Beethoven auf Grund seines angegriffenen Gesundheitszustands während der Zeit der Entstehung dieser Sonate empfand.

Große Gegensätze im Bereich der Emotionen konnte Marika Asatiani mit Hilfe einer Palette des erzeugten Farbenreichtums auf dem Flügel, der extremen dynamischen Prozesse, der variablen Tempi den Hörern vermitteln. Die Zuhörer waren ergriffen von dem Wechselbad der Gefühle, denn Leichtigkeit und Ausgelassenheit wechselte mit Trauer, Schwermut und Finsternis.

Vor der Pause präsentierte die Solistin den begeisterten Zuhörern ein Werk von M. Schugiashwili (1941-1996) einem Komponisten aus ihrem Heimatland Georgien. Erstaunlich, wie sie hier ein mitreißendes, ausdrucksstarkes Werk der Neuen Musik mit höchsten technischen Anforderungen und einem hohen Maß an Sensibilität und Konzentation stilsicher herüberbrachte.

Das Gewitter beruhigen

Nach der Pause stand F. Schuberts Sonate a-moll op. 164 D 537 auf dem Programm. Die Zuhörer erlebten während der hervorragenden kontrastreichen, gefühlsbetonten Darstellung des Werks bei dem Blick durch das große Fenster hinter dem Flügel ein über den Baumwipfeln herannahendes Gewitter.

Sie hätten den Eindruck gewinnen können, dass Marika Asatiani bei der Darstellung des 2. Satzes „Allegretto quasi andantino” mit einer wunderschön dargestellten lyrischen Melodie das Gewitter beruhigte.

Dramatische Sätze

Als Letztes stand noch die Sonate Nr. 2 d-moll op.14 des russischen Komponisten Prokofjev (1891-1953) auf dem Programm. In diesem Werk voller Gegensätze laufen die vier Sätze wie eine Folge von dramatischen Szenen ab. Jeder Satz hat für sich eine zwingende Individualität.

Marika Asatiani verblüffte die Zuhörer mit einer immer angemessenen, kunstvollen Umsetzung der Sätze, die aus ihr klaviertechnisch höchste virtuose Anspannung verlangten und erntete am Ende einen grenzenlosen Beifall. (F.K.)

Mehr Informationen:

www.freunde-der-kammermusik

-uep.de

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