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Petruskapelle: Bald kommen die Gerüstbauer

Von: Anja Klingbeil
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Auf dem Friedhof neben der Kap
Auf dem Friedhof neben der Kapelle steht noch so macher Grabstein aus fränkischer Zeit: In den kommenden Tagen soll damit begonnen werden, das Dach neu einzudecken. Foto: Anja Klingbeil

Übach-Palenberg. Die St. Petruskapelle ist das geographische Zentrum der Stadt Übach-Palenberg. Dieses kulturelle Erbe soll erhalten bleiben. Dach und Dachstuhl des alten Gemäuers müssen dringend saniert werden.

An den Kosten von insgesamt 233.000 Euro beteiligt sich das Bistum Aachen mit 114.900 Euro und die Denkmalbehörde mit 28.500 Euro. Die restlichen 90.000 Euro muss die Pfarre St. Petrus aufbringen. Dank zahlreicher Spender und privater Initiativen konnten bereits rund 46.500 Euro. „Wir feiern quasi Bergfest”, sagt Dieter Zilgens vom Kirchenvorstand.

Im Inneren der kleinen Kapelle ist zudem bereits viel geschehen. Der Dachstuhl ist erneuert worden. Dringend nötig, wie Zilgens erklärt.

Feuchtigkeit dringt ein

Denn in den 1960er Jahren wurden dort Metallverankerungen eingesetzt, die zum einen nicht den historischen Originalbedingungen entsprachen und die zum anderen auch noch für eine gewisse Instabilität des Dachstuhl gesorgt haben. Ab Anfang Juni wird ein Gerüst an der Kapelle hochgezogen, um endlich das Dach neu einzudecken. Damit keine Feuchtigkeit mehr eindringen kann.

Der ursprüngliche Bau der Kapelle war eine Holzkirche. Heute ist noch der Hauptbau aus dem 11. Jahrhundert erhalten. Die Vorhalle stammt aus dem 17. Jahrhundert, ebenso der Turm. Zurzeit des 30-jährigen Krieges wurde die Übacher Kapelle als Wehrkirche genutzt. Dort wohnten die Soldaten. In der Vorhalle ist heute noch die Kochstelle vorhanden. Die Petruskapelle ist eine der ältesten Kirchen in der Rhein-Maas-Region. Sie ist Namensgeber und Erkennungszeichen der katholischen Pfarre St. Petrus.

Und wichtig für die Bürger. Das zeigt sich in den vielen privaten Spendern und Initiativen, die die Sanierung der Kapelle unterstützen. Quasi ganz Übach-Palenberg beteiligt sich an der Renovierung. „Wir sind positiv überrascht, wie sehr die Bevölkerung anteilnimmt”, sagt Dieter Zilgens. Es sei absolut faszinierend, wie vielfältig die Aktivitäten der Bürger sind, um Geld zu sammeln.

Im Zeitplan

Im September soll die Petruskapelle offiziell wiedereröffnet werden. Dann können dort wieder Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten stattfinden. Auch ökumenisch soll der Bau in Zukunft eine größere Rolle spielen. „Dort haben wir den einzigen Befund aus dieser Zeit mit einer Taufanlage im Rheinland”, sagt Pastoralreferent Norbert Franzen. Und eben diese Taufanlage findet sich im Siegel der evangelischen Kirche wieder.

Damit die Arbeiten ohne Unterbrechung weitergehen können, geht die Pfarre in Vorleistung. Um so wichtiger ist es, dass die noch fehlenden Gelder zusammenkommen. Damit eine Spende für größere Unternehmen attraktiv wird, überlegen die Initiatoren, eine Spendentafel im Außenbereich der Kapelle anzulegen. Zudem wird jeder Geldgeber auf der Internetseite veröffentlicht.

„Wir bieten darüber hinaus Anlassspenden an”, sagt Dieter Zilgens. Wer also in nächster Zeit Geburtstag oder etwa Goldhochzeit feiert, kann seine Gäste bitten, statt eines Geschenkes für die Kapelle zu spenden.

„Die Petruskapelle ist ein Wahrzeichen für die Stadt Übach-Palenberg und auch bauhistorisch sehr wertvoll. Deshalb ist es wichtig, sie zu erhalten”, appelliert Wolfgang Houba, Generalvikariat Bistum Aachen, an die Menschen, weiterhin Geld zu spenden und sammeln.

Wer mehr erfahren möchte, wendet sich an Norbert Franzen, Telefon 02451/484329, oder an Dieter Zilgens, Telefon 02451/49998. Auch Pfarrer Winfried Müller und Wolfgang Houba hoffen, dass noch viele Menschen spenden.

Die Spendenkonten: Raiffeisenbank Heinsberg, Konto 1700522012, BLZ 37069412; Kreissparkasse Heinsberg, Konto 1110329, BLZ 31251220; Bank im Bistum Essen, Konto 30369025, BLZ 36060295, Stichwort Petrus-Kapelle.

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