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„Paul” ist das erste Lamm des Jahres

Von: gep
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„Liesel” mit „Paul”, dem ersten Lamm des Jahres: Auf einer Koppel bei Grotenrath hält die Teverener Hobbyzüchterin Susanne Schever eine kleine Herde der seltenen Coburger Fuchsschafe. Foto: Gerard Peters

Geilenkirchen. „Mäh” macht das Mutterschaf „Liesel”. Und „Paul” stakst wieder artig hinter ihr her. Die beiden dürfen für ein paar Stunden aus ihrem strohgepolsterten Stall heraus, um Sonne zu tanken. „Paul” ist das erste Lamm des Jahres auf der Koppel bei Grotenrath.

Dort hält die Teverener Hobbyzüchterin Susanne Schever sieben Coburger Fuchsschafe, drei Mutterschafe, drei Jährlinge und den Bock „Böckchen”. Der „Chef” der kleinen Herde kann sogar Reißverschlüsse auf- und zumachen.

Die Fuchsschafe sind eine alte wuchtige Landschafrasse, die im 19. Jahrhundert im Mittelgebirge weit verbreitet war. Doch heute gehört das Fuchsschaf zu den gefährdeten Haustierrassen.

2006 hat Susanne Schever diese Schafsrasse im Westerwald kennengelernt: „Gesehen, verliebt und gekauft.” Rotbraun sind der hornlose Kopf und die feingliedrigen Beine gefärbt, lang und breit sind die Ohren. Eine Besonderheit ist die Wolle. Die Lämmer haben bei der Geburt ein rotbraunes Vlies, das im Alter von sechs bis zwölf Monaten heller wird.

Und wenn die Sonne voll erstrahlt, dann gleicht das beige Fell der erwachsenen Tiere dem „Goldenen Vlies”. Und die dunkleren Stichelhaare ergeben bei Schals oder Pullovern aus Fuchsschafwolle ein interessantes Farbenspiel. Die Feinheit dieser Wolle liegt zwischen 33 und 36 Mikron (bei Merinowolle sind es 13 bis 25 Mikron), sie eignet sich also bestens zum Handspinnen. Das ist das große Hobby von Susanne Schevers Tochter Andrea.

„Polly” und „Flocke”, die beiden anderen Mutterschafe, werden in den kommenden Tagen noch lammen. Hoffentlich sind es weibliche Tiere, denn „Liesel”, so die Züchterin, „kriegt nur Böcke”.

Morgens und abends wird die Herde im Winter gefüttert - mit Kraftfutter und Heu. Und dazu gibt es auch noch eine Rückenmassage. Susanne Schever sagt: „Das tut gut.” Doch „Böckchen” schweigt lieber und genießt.
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