Panneschopp bietet einige sehenswerte kleine Gotteshäuser

Von: Barbara Nießen
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Peter und Paul Kapelle
Am Salzweg in Hatterath steht die Peter und Paul Kapelle. 2011 bauten Irma und Peter Biermanns aus Hatterath die Kapelle aus persönlichen Gründen. Der achteckige Bau lässt die Kapelle üppig wirken. Innerhalb der Kapelle wurde das Inventar aus Hufeisen gebaut. Foto: Barbara Nießen
Kapelle Gillrather Hof
1980 wurde die Kapelle am Gillrather Hof in der Bergstraße in Gillrath errichtet. Die dreiseitig geschlossene Backsteinkapelle liegt an einem ruhig gelegenen Feldstück. Grüner Anstrich verschönert den Kapelleneingang, welcher jedoch durch ein Gitter verschlossen ist. Foto: Barbara Nießen
Kapelle Panneschopp
Dorfbewohner des kleinen Ortes Panneschopp errichteten 1964 diese kleine Wegekapelle. Der offene Backsteinbau ist spitzbogig und hat ein Satteldach. Auf einem befestigten Platz kann man eine kleine Rast machen. Die römisch-katholische Kapelle gehört zu der Pfarrei Gillrath und ist sicher einen Besuch wert. Foto: Barbara Nießen
Hubertus Kapelle
Die Hubertus Kapelle in Panneschopp, einzigartig in Deutschland und ein Ort zum Ausruhen und Seele baumeln lassen. Die Eisenkonstruktion schützt vor Vandalismus und Brandanschlägen. Foto: Barbara Nießen

Geilenkirchen. Buntes Laub fällt auf den Boden, die Temperaturen werden kühler. Das ist der richtige Zeitpunkt, um einen schönen Herbstspaziergang durch die heimische Natur zu machen. In Panneschopp und Umgebung liegen zahlreiche Kapellen im Feld, an denen man einfach mal in sich gehen und die Seele baumeln lassen kann.

Eine davon ist die Hubertus Kapelle in Panneschopp. Von den Sitzbänken neben der Kapelle aus hat man einen tollen Ausblick auf die Landschaft von Gillrath und Nierstraß. Für viele Radfahrer und Spaziergänger bietet die Kapelle deshalb einen geeigneten Rastplatz.

„Vor zwei Jahren wurde die Kapelle mit einem Tieflader hierher gebracht. Ganz einfach setzte man sie hier auf den Platz“, erklärt der Besitzer Lambert Baeumer. Die Hubertus Kapelle ist komplett aus Eisen, auch das Inventar innerhalb der Kapelle. Die Fenster sind offen und ohne Glas – einzigartig in ganz Deutschland. „Man hört immer wieder, dass Denkmäler und Gebäude oft durch Brandanschläge beschädigt werden. Dies wollte ich durch die Eisenkonstruktion verhindern“, erklärt Lambert Baeumer.

Jährlich fährt Baeumer mit dem Fahrrad nach Kevelaer. Die Fahrten dorthin beeinflussten ihn bei dem Bau der Kapelle: „Jedes Mal, wenn ich nach Kevelaer fahre, bewundere ich die zahlreichen Kapellen am Wegesrand. Sie bieten die optimale Gelegenheit, eine Pause zu machen. Den Bau der Gnadenkapelle finde ich immer eindrucksvoll, deshalb habe ich viel Wert darauf gelegt, dass die Hubertus Kapelle der Gnadenkapelle ähnelt. Mein Freund Willi Douven konnte das perfekt umsetzen.“

Diplom-Ingenieur Willi Douven zeichnete nach den Vorgaben von Lambert Baeumer die Hubertus Kapelle und setzte die Vorstellungen um. Eine Stahlbaufirma aus Düren baute schließlich die Kapelle und setzte sie mit einem Tieflader im Herbst 2015 auf.

„Der frühere Besitzer des Waldstückes war Jäger und platziere hier ein Wegkreuz mit dem Namen des Jagdpatrons Hubertus. Als ich das Waldstück gekauft habe, setzte ich das Kreuz etwas weiter in den Wald und ließ die Kapelle hier platzieren“, erzählt Lambert Baeumer. Ihm war wichtig, dass die Kapelle den Namen des Jagdpatrons trägt. Ein Pastor, der den Jagdschein besitzt, weihte zusammen mit Jagdbläsern die Kapelle.

In der Umgebung von Geilenkirchen gibt es noch viele solcher Kapellen, die man während eines Herbstspazierganges, einer Wanderung oder einer Fahrradtour einmal besuchen kann. Einige dieser heiligen Bauwerke werden hier vorgestellt.

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