Übach-Palenberg - Otto-von-Hubach-Straße: Tempo 30 bleibt

Otto-von-Hubach-Straße: Tempo 30 bleibt

Von: vm
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Tempo 30
Tempolimit anheben oder beibehalten? Diese Frage diskutierte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Sicherheit. Foto: dpa

Übach-Palenberg. Ein bisschen kurios war die Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Sicherheit um eine 30er-Zone in Übach-Palenberg schon: Anwohner der Otto-von-Hubach-Straße hatten sich beschwert, dass Autofahrer häufig zu schnell fuhren.

Eine Messung auf Höhe der Häuser 17 bis 19 ergab: Ja, das stimmt. Rund 30 Prozent der Autofahrer hielten sich nicht an das Tempolimit. Die allermeisten fuhren 50. Die Verwaltung schlussfolgerte, dass das innerstädtisch übliche Tempo von 50 Stundenkilometern akzeptiert würde und schlug vor, das Limit um 20 Stundenkilometer anzuheben.

Das stieß nicht in allen Reihen auf Verständnis. Zu schnelles Fahren soll am Ende noch belohnt werden? Heiner Weißborn (SPD) meinte, diese Geschwindigkeitsüberschreitungen seien kein besonderes Phänomen der Otto-von-Hubach-Straße, sondern allgemeingültige Autofahrerpsychologie: Wo 30 ist, fahren viele 50, wo 50 ist, 60 oder mehr. „Die Anwohner sagen: ,Die rasen hier.‘, wir stellen fest: ;Ja, das stimmt, und deshalb machen wir‘s jetzt noch schneller.‘“ – Das könne doch wohl nicht der Ernst der Verwaltung sein.

Die verteidigte sich: Der Grund für die mangelnde Akzeptanz des Tempolimits läge in der Bebauung zugrunde. Vor zehn Jahren sei ein Baugebiet avisiert worden – das sei aber bis heute nicht realisiert und wird aller Voraussicht nach auch nicht kommen. Damals sei aber, in der Annahme, dass die Straße schmäler würde, bereits das Tempolimit runtergesetzt worden. Auf der nach wie vor breiten Straße könne man aber ohne Bedenken 50 Stundenkilometer fahren.

Während in der CDU-Fraktion spekuliert wurde, ob ein so hohes Verkehrssünderaufkommen nicht lukrativ genutzt werden könnte, kam es zwischenzeitlich zu Verwirrung, um welchen Abschnitt der Straße es überhaupt geht und ob nicht spielende Kinder gefährdet seien. Die Verwirrung war für einen Moment perfekt. Ein Wunder fast, dass es am Ende doch noch zu einem einstimmigen Beschluss kam: Das Tempo 30 wird beibehalten, bis die Verwaltung einen neuen Vorschlag macht. Möglicherweise mit einer Begrenzung auf das Zeitfenster von 8 bis 17 Uhr.

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