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Offermanns verlässt die FDP

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Manfred Offermanns ist aus der FDP ausgetreten. Er gehört nun als Parteiloser dem Stadtrat und dem Kreistag an. Foto: Rhein

Übach-Palenberg. Das Bundesschiedsgericht wird nicht mehr über seinen weiteren Verbleib in der FDP entscheiden müssen. Manfred J. Offermanns aus Übach-Palenberg hat, wie er im Gespräch erklärte, bereits zum 9. April seinen Austritt erklärt. Über die Gründe, über den Knatsch im Stadtverband und über einen Fast-Beitritt bei der Linken sprach Franz Windelen mit ihm.

Warum sind Sie aus der FDP ausgetreten?

Offermanns: Hauptgrund war der parteiinterne Knatsch in jüngster Zeit. Da gab es zunächst das Verfahren am Landesschiedsgericht in Düsseldorf und dann am Bundesschiedsgericht in Berlin...

...das letztlich eine wie auch immer geartete Klärung hätte herbeiführen können, die nun nicht mehr möglich ist, da sich das weitere Prozedere mangels FDP-Mitgliedschaft erledigt hat.

Offermanns: Die schriftlichen Aussagen von Dr. Peter Lindemann, dem Präsidenten des Bundesschiedsgerichtes, mir und meinem Anwalt gegenüber signalisieren ganz klar: Die Vorstandswahlen der Übach-Palenberger FDP anlässlich des außerordentlichen Parteitages am 30. April 2008 sind wegen Verfahrensfehler nicht rechtmäßig gewesen. Außerdem war auch der Beschluss, ein Schiedsverfahren gegen mich einzuleiten, nicht wirksam.

Ein Urteil in Berlin hätte Sie nach Ihrer Meinung rehabilitiert. Warum haben Sie es nicht dazu kommen lassen?

Offermanns: Der Austritt war ein schwerer Entschluss. Ich konnte und wollte jedoch nicht mehr mit einem gewissen Teil des FDP-Stadtverbandes zusammenarbeiten und habe die Konsequenzen gezogen. Ich sehe mich mit dem Schreiben aus Berlin auf jeden Fall rehabilitiert. Nachdem die mündliche Verhandlung bereits zweimal verschoben wurde aus Gründen, die meine Gegenseite zu vertreten hat, wollte ich ein Urteil nicht länger abwarten.

Damit bleibt aber das Düsseldorfer Urteil bestehen, das einen anderen Sachverhalt, nämlich die Fehlbuchungen im Rechenschaftsbericht, moniert. Das Gericht konstatierte einen nicht satzungskonformen Umgang mit Parteigeldern und verhängte gegen Sie eine einjährige Ämter-Sperre.

Offermanns: Die FDP-Schatzmeister auf Stadt- und Kreisebene sowie der Liberale Partei Service, LIPS genannt, haben mich entlastet. Der Vorwurf ist damit für mich vom Tisch.

Treten Sie künftig in Stadtrat und Kreistag als Parteiloser auf?

Offermanns: Ja, das ist so.
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