„Nord IV” geht mit rund 110 Bauanlagen an den Start

Von: hama
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Die Gemeinde Gangelt wächst und wächst. Nun wird „Gangelt Nord IV” mit rund 110 Baulagen erschlossen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Zahlreiche Bebauungspläne und die Änderung von Flächennutzungsplänen standen im Bau- und Planungsausschusses zur Diskussion.

Zu den geplanten Biogasanlagen in Schümm und Birgden waren die Träger öffentlicher Belange und die Bürger um ihre Stellungnahmen gebeten worden. Während sich auf der Bürgerversammlung in Schümm laut Protokoll niemand zu Wort gemeldet hatte, war das in Birgden anders. 16 Personen hatten teilgenommen und ihre Sorgen rund um das Projekt vorgebracht.

Dabei ging es um Geruchs- oder Lärmbelästigung, um die landschaftliche Einbindung der Anlage oder die Frage, ob dann neben der Biogasanlage plötzlich doch die viel diskutierte Intensivtierhaltung auftaucht. Architekt Leo Rulands, Bürgermeister Bernhard Tholen und Mitarbeiter des Bauamtes standen Rede und Antwort. Am Ende blieben keine verfahrensrelevanten Probleme übrig.

Debatte um Kreisverkehr

In Gangelt ist nun das Baugebiet „Nord IV” in der Planung. Das schließt mit rund 110 Baulagen an die Variante III an, und man bewegt sich immer mehr in Richtung geografischer Punkt und Lindenhof. Während es wohl bei der Gestaltung des Kreisverkehrs am Kindergarten (Dr.-von-den-Driesch-Straße) noch Diskussionsbedarf gibt, blieb der Plan ansonsten unbeanstandet.

Eine ungeklärte Situation gab es allerdings zwischen Heinz Huben (UB) und dem Protokoll der Sitzung der Gangelter Ratsgruppe zu diesem Thema. Heinz Huben bestand darauf, dass festgehalten worden sei, nach der Bauphase die Straße erst dann für den Verkehr zu öffnen, wenn der Anschluss an den Hastenrather Weg sichergestellt sei. Dafür fand Heinz Huben allerdings keine Bestätigung.

Bautiefe 16 Meter

Außergewöhnliche tiefe Grundstücke gibt es im Baugebiet Nr. 20, „Im Winkel”, in Langbroich. Um hier eine höhere Flexibilität und eine bessere Ausnutzung der Grundstückslänge zu gewährleisten, wurde die zulässige Bautiefe auf 16 Meter und die Abstände zur Straße auf vier Meter geändert.

Als am Tisch die Stimmung hitziger wurde, kam eine kleine Änderung im 37er Plan, „An der Sittarder Hecke”, zur Sprache. Auch hier soll die Bautiefe erhöht werden, um den Bau eines behindertengerechten Einfamilienhauses zu ermöglichen. Um eingeschossig zu bleiben, werde hier mehr Platz gebraucht. Dieses Grundstück, wie auch das, das von der Erweiterung betroffen ist, gehört dem gleichen Eigentümer, der auch die Kosten des Verfahrens trägt.

Der Antrag ziele lediglich darauf ab, dem Grundstückseigentümer eine Zufahrt zu einer Garage zu schaffen, zog Heinz Huben das Grundsätzliche des Antrages in Zweifel. Er bemängelte, dass dieser Antrag vorher nicht, wie sonst üblich, in der Gangelter Ratsgruppe besprochen worden sei und beantragte die Verweisung dorthin.

Im Übrigen sei eine Familie mit einem ähnlichen Antrag im Bauamt abgewiesen worden. „Hier wird mit zweierlei Maß gemessen”, warf Heinz Huben vor. Bei ihm sei diese Familie nicht vorstellig geworden, hielt Bürgermeister Tholen dem entgegen, bevor gegen die Stimme von Heinz Huben die Änderung auf den Weg gebracht wurde.
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