Niederländer erhöhen den Druck

Von: gep
Letzte Aktualisierung:

Den Haag/Geilenkirchen. Jetzt macht auch das niederländische Parlament mehr Druck: Die Lärmbelastung der Bevölkerung insbesondere in Onderbanken-Schin-veld durch die Nato-Frühwarnflotte Awacs, Geilenkirchen-Teveren, muss vermindert werden.

2008 bereits hatte die Zweite Kammer pauschal auf eine Reduzierung um ein Drittel gedrungen.

Eine Mehrheit im Parlament besteht jetzt darauf, dass bis spätestens 2012 die Zahl der Flüge ab Geilenkirchen auf 2340 gesenkt wird - minus 35 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es 2840 Starts und Landungen.

Die rechtsliberale Oppositionspartei VVD und die sozialdemokratische PvdA, die mit den Christdemokraten (CDA) die derzeitige Koalitionsregierung stellt, fordern zudem, dass im laufenden Jahr zusätzlich 25 Flüge ins Ausland verlagert werden. Jack de Vries (CDA), zuständiger Staatssekretär im Verteidigungsministerium, müsse energischer in der Nato auftreten, fordert die Abgeordnete Ineke van Gent von der Oppositionspartei GroenLinks.

De Vries verweist dagegen darauf, dass die Zahl der Starts und Landungen bereits von jährlich 3600 auf heute 2900 vermindert worden sei. Aber „die Niederlande sind nur ein kleines Land in der Nato”, verdeutlicht er seine Verhandlungsposition im Bündnis.

Die Abgeordnete Helma Neppérus von der rechtsliberalen VVD plädiert dafür, durch eine Gewichtsreduzierung bei den Awacs-Maschinen die Lärmbelastung abzusenken. Und der Parlamentarier Jan de Wit aus Heerlen von der Sozialistischen Partei (SP) fordert, endlich leisere Motoren in die Boeing-Flugzeuge einzubauen.

Staatsekretär Jack de Vries hat, wie bereits berichtet, der Nato und insbesondere dem Bündnispartner Deutschland Vorschläge unterbreitet, die Zahl der Flüge auf 2600 im Jahr abzusenken. Die Niederlande selbst wollen danach 120 Awacs-Flüge und 40 Frachtflüge (für die Nato-Truppen in Ex-Jugoslawien und Afghanistan) ins eigene Hinterland verlagern.

Doch in der niederländischen Provinz Brabant gibt es bereits politischen Widerstand, diese Flüge dann über die Luftwaffenbasis Eindhoven abzuwickeln.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert