Neues IT-Zentrum: Nato investiert 18 Millionen in Teveren

Von: Udo Stüßer
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Hier wird ab dem Jahr 2015 die Software für die Awacs-Flugzeuge bearbeitet und gepflegt: Auf dem Teverener Flugplatz entsteht ein neues 3650 Quadratmeter großes IT-Zentrum. Gestern war Grundsteinlegung. Foto: Georg Schmitz
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Generalmajor Andrew M. Mueller und Ute Willems bestücken den Grundstein mit Ausgaben unserer gestrigen Zeitungen.

Geilenkirchen. 18 Millionen Euro investiert die Nato auf dem Teverener Flugplatz in den Umbau des Flugsimulatorgebäudes und einen Neubau für hochmoderne IT-Einrichtungen. Den Grundstein legten am Montag im Beisein geladener Gäste der Kommandeur des E-3A-Verbandes, Generalmajor Andrew M. Mueller, die Finanzpräsidentin der Oberfinanzdirektion Münster, Ursula Krüger, als Vertreterin des Gastgeberlandes, und die Stellvertretende Leiterin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW, Niederlassung Aachen, Ute Willems.

 Die Aachener Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW ist verantwortlich für den Bau des 3650 Quadratmeter großen IT-Zentrums.

Für deren Stellvertretende Leiterin, Ute Willems, ist dieses Projekt „eine baulich und technisch anspruchsvolle Aufgabe, weil es gilt, höchste Nato-Richtlinien und Sicherheitsstandards umzusetzen und die Maßnahme gleichzeitig ein Vertrauensbeweis zum Erhalt des Standorts Geilenkirchen und für die Region bedeutet“.

Für rund 18 Millionen Euro vergibt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb im Auftrag der Nato Bauaufträge an meist hiesige Unternehmen. Ute Willems betonte auch die wirtschaftliche Bedeutung der militärischen Einrichtungen in der Region. „In den vergangenen Jahren wurden in der Region mehr als 100 Millionen Euro in militärische Liegenschaften investiert.“ „Ich weiß, dass der Verband bis 2035 hier Bestand hat“, blickte Awacs-Kommandeur Andrew M. Mueller in die Zukunft.

Mit dem neuen Gebäude werde ein Meilenstein gesetzt und eine wichtige Voraussetzung geschaffen, schließlich sei die Software ein Stück Kompatibilität des Verbandes. Auch für Ursula Krüger, Finanzpräsidentin der Oberfinanzdirektion Münster, ist „das imposante Bauwerk ein Zeichen, dass der Nato-Standort gesichert bleibt“. Weitere Zeichen für einen sicheren Nato-Standort Geilenkirchen-Teveren seien der geplante Neubau eines Feuerwehrhauses und die anstehende Sanierung der Start- und Landebahn.

Der Entwurf des Neubaus stammt von dem Aachener Architekturbüro Heinz Jerusalem. Mitte 2014 sollen die ersten Rechner in dem Neubau den Testbetrieb aufnehmen, voraussichtlich im Frühjahr 2015 soll die Gesamtmaßnahme fertig gestellt sein.

Brücke zwischen Alt- und Neubau

In dem Gebäudekomplex, bestehend aus Alt- und Neubau, werden künftig die Softwareunterstützungseinrichtungen und Ausbildungseinrichtungen des E-3A-Verbandes untergebracht. In dem bisher genutzten sanierungsbedürftigen Gebäude läuft der Betrieb der Flug-, Einsatz- und Radarsimulatoren weiter. Das Gebäude wird teilweise zurückgebaut und energetisch grundsaniert, Fenster und technische Anlagen werden ausgetauscht, Fassade und Dach werden gedämmt.

Über eine Brücke wird der Altbau mit dem Neubau verbunden. „In ihm werden die Hauptserver, das Rechenzen–trum und Büroräume untergebracht. Hier wird die Software für die Flugzeuge bearbeitet und gepflegt“, freut sich Thorsten Wahl, als Nato-Zivilist zuständig für Baumaßnahmen und Wartungsarbeiten auf dem Flugplatz, über das neue Herzstück des Awacs-Verbandes, das dem spanischen Kontingent untersteht, das Oberst Juan Del Rio Nieto befehligt.

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