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Neues Einkaufszentrum: SPD-Forderung abgelehnt

Von: Manfred Hahn
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Das sah schon fast nach Urlaubsvorfreude aus, als die ersten Tagesordnungspunkte bei der Übach-Palenberger Ratssitzung am Mittwochabend ohne Wenn und Aber agehakt wurden. Ein wenig Diskussionsbedarf gab es aber dennoch.

Nämlich als es um die Verabschiedung des städtebaulichen Vertrages, beziehungsweise den Bebauungsplan 110 für das Einkaufszentrum „Am Wasserturm” und damit verbunden um die Erschließung des Zechengeländes ging.

SPD-Sprecher Heiner Weißborn zählte die „Knackpunkte” für seine Fraktion auf: Bestandssicherung für Rewe in Palenberg, Dachbegrünung für den neuen Gebäudekomplex oder zumindest Fassadenbegrünung, die Öffnungszeiten der für das Einkaufszentrum geplanten Gastronomie sowie einen in Zukunft vielleicht erforderlichen Umbau der Verkehrsanbindung an die Carlstraße.

Während es beim Erhalt von Rewe in Palenberg um die ortsnahe Versorgung der Palenberger geht, begründete Weißborn die Forderung nach Gründach oder Begrünung mit dem Anblick, den der neue Komplex unter anderem den Anwohnern eines gegenüber liegenden Seniorenzentrums bietet.

Probleme im Hinblick auf Lärm oder Verkehrslärm sieht er bei längeren Öffnungszeiten der Gastronomie, und zu einem späteren Zeitpunkt könnte der Ausbau der Verkehrsanbindung erforderlich werden, wenn der Einkaufs- oder Lieferverkehr zunehme.

Für die Düsseldorfer Immobilien Treuhand (ITG), die Planung und Errichtung des Einkaufszen-trums betreut, nahm Horst Jütte, Mitglied der Geschäftsführung, Stellung zu Weißborns Forderungen.

Für Rewe in Palenberg könne die ITG nicht sprechen, sagte er, und die Forderung nach Dachbegrünung lehnte er aus Kostengründen kategorisch ab. Für ein solches Vorhaben sei schließlich auch eine neue Statik erforderlich. Man habe bisher schon knapp eine Million ausgegeben und stoße finanziell an Grenzen.

Was die Öffnungszeiten der Gastronomie angehe, so könne er sich nicht vorstellen, einen Mieter zu finden, der mit einem Geschäftsschluss um 22 Uhr - wie die Geschäfte im Zentrum - einverstanden wäre. Zur möglichen späteren Änderung der Verkehrsanbindung meinte Jütte, die ITG sei hier schließlich nicht Baulastträger.

Während für die Grünen Brigitte Appelrath noch versuchte, eine Lanze für die Dachbegrünung zu brechen, da eine solche auch die Energiekosten mindere, erklärte sich Gerhard Gudduschat („Was wünschenswert ist, ist eben nicht immer machbar”) für die CDU mit der Planung einverstanden, und Corinna Weinhold folgte dem, wenn auch „mit ein wenig Bauchschmerzen” wegen möglicher späterer Kosten für eine neue Verkehrsanbindung.

Heiner Weißborn bekräftigte die Ablehnung seiner Fraktion mit dem Hinweis, dass es nicht Aufgabe des Rates sei, sich um die Finanzen der Treuhand Gesellschaft zu sorgen, und dass es in der Präambel zu dem Vertragswerk heiße „keine Kosten für die Stadt”. Gegen die Stimmen von SPD und Grünen, bei einer Enthaltung, stimmte der Rat dem städtebaulichen Vertrag zu.

Einstimmig wurde dann der Bebauungsplan für das Vorhaben „Einkaufszentrum” verabschiedet, während es beim Erschließungsvertrag für das Zechengelände wieder die Gegenstimmen der SPD gab.
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