Neues Computer-Zeitalter im Übacher Gymnasium

Von: Markus Bienwald
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Informatiklehrer Christoph Schlagenhof (r.) genießt mit seinen Schülern die vielen Möglichkeiten der ganz neuen EDV am Carolus-Magnus-Gymnasium. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Früher war es für Schulen ein Privileg, einen Computerraum einzurichten. Heute sind die mit viel Technik ausgestatteten Klassenräume selbstverständlich. Über eine ganz neue Rechner-Generation freuen sich jetzt Schüler und Lehrer des Übach-Palenberger Gymnasiums.

„Die Rechner sehen ja richtig gut aus“, entfährt es spontan einem Schüler, der in einem der beiden Informatikräume die servergestützten Möglichkeiten des neuen Systems am CMG testet. Zwar gibt es noch einige Mini-Baustellen, die sich bei einem Computernetzwerk mit insgesamt 81 Rechnern wohl nie gleich zu Beginn ganz abstellen lassen. „Aber im Prinzip sind wir fertig“, freut sich Lehrer Christoph Schlagenhof. Stolz ist er nicht nur auf die in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Übach-Palenberg als Schulträger installierten neuen Geräte.

Zwar verfügte das CMG auch in der Vergangenheit über eine sinnvolle und zielgerichtete Ausstattung der Schule mit Computern. Allerdings war das System in die Jahre gekommen, und insbesondere die Wartung und Pflege des Systems bereitete zunehmend Probleme. „Die neue Hardware und die gesamte Netzarchitektur ist sehr wartungsarm und daher sehr effizient im Unterricht einzusetzen“, verdeutlicht Andreas Ganz, EDV-Experte der Stadt Übach-Palenberg.

Umgesetzt wird dies durch das „Client-Server Prinzip“. Das bedeutet, dass die gesamten Programme auf einem Server laufen und die Schüler und Lehrer als „Clients“ darauf zugreifen können. Um dieses Prinzip zu verwirklichen, wurde seit Anfang des Schuljahres sehr viel gearbeitet, so mussten viele neue Kabel verlegt werden. „Wir können nun in jedem Klassenraum mindestens einen Thin-Client anbieten“, so der Experte, die beiden Informatikräume sind sogar voll bestückt, sodass sich nur zwei Schüler einen Bildschirmarbeitsplatz teilen müssen. Neu in der Schule ist die Bestückung jedes Raumes – zumindest im Neubau – mit mindestens einem Gerät. Die Client genannten Geräte haben aber noch einen Vorteil: „Da diese Computer von einem zentralen Server aus bedient werden, sind die Wartungsarbeiten nicht nur günstiger, sondern auch viel einfacher“, freut sich Christoph Schlagenhof. B

ei den alten Geräten war das nicht so, da beinhaltete jeder PC seine eigene Technik und musste im Servicefall aufwändig abgebaut und wieder ans Laufen gebracht werden. Die Servertechnik hat aber noch einen weiteren Vorteil. „Wir können jetzt genau bestimmen, welche Programme die Schüler nutzen können, ob sie ihre Eingabegeräte benutzen dürfen oder ins Internet kommen“, macht Schlagenhof klar. Dieses „Lehrer is watching you“ hat aber nur am Rande mit Überwachung zu tun, wie er erklärt. „Wenn Schüler eine bestimmte Aufgabe bearbeiten müssen, können wir gezielt die Sachen ein- und ausschalten oder auch vom Lehrerplatz aus das verfolgen, was die Schüler auf ihrem Monitor auch sehen“, sagt Schlagenhof. Alle neuen Arbeitsplätze verfügen über einen schnellen Zugang zum Internet, außerdem ist das gesamte Office-Paket verfügbar.

„Da sehr viele Klassenräume mittlerweile auch mit einem Beamer ausgestattet sind, ergeben sich tolle Möglichkeiten, den Unterricht noch multimedialer zu gestalten“, erklärt Informatiklehrer Christoph Schlagenhof. Auf den Informatikbereich ist auch Schulleiter Dr. Hans Münstermann sehr stolz: „Eine solche Stärke in diesem Fachbereich ist äußerst selten“, sagt er. Seit vielen Jahren wird Informatik auch als Abiturfach gewählt. Sogar ein Leistungskurs in Informatik wird wohl im kommenden Schuljahr eingerichtet werden.

Das neue Computersystem ergänzt das Förderprogramm in der Jahrgangsstufe sieben. Die Schüler arbeiten in verschiedenen Fächern an selbst gewählten Themen und sollen dazu eine Power-Point-Präsentation erstellen. „Die Schüler arbeiten unglaublich motiviert an ihren eigenen Projekten, und nun gibt es auch endlich keine Engpässe mehr“, unterstreicht Holger Hess, Politiklehrer am CMG. Und so muss sich niemand Gedanken darüber machen, dass die Technik, die die Schüler mit ihrem Smartphone dabei haben, aktueller ist als die „Altertümchen“ in der Schule. Und mit den getrennten Servern für Schüler und Lehrer sind sensible Daten, wie beispielsweise Noten, für Schüler nicht verfügbar.

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