Neuer Treppenlift am Schloss Zweibrüggen

Von: Jan Mönch
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Sie durften als Erste: Zunächst schwebte Friedrich Bach vom Freundeskreis Kammermusik sachte die Treppenstufen von Schloss Zweibrüggen hinauf. Foto: Jan Mönch
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Anschließend war Thomas de Jong von der Stadt an der Reihe. Foto: Jan Mönch

Übach-Palenberg. Schön war Schloss Zweibrüggen immer schon. Nun ist der Zugang auch behindertengerecht. Am Donnerstag konnte der Freundeskreis Kammermusik nach Jahren des Planens und Verhandelns, des Trommelns und des Sammelns den Treppenlift einweihen – und, wichtiger noch, als Schenkung an die Stadt Übach-Palenberg übergeben. „Dies ist ein froher Tag“, befand Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch.

Und natürlich wurde der Lift auch in Betrieb genommen. Als erster war Friedrich Bach, auf den Rollstuhl angewiesenes Mitglied des Freundeskreises Kammermusik, an der Reihe. Anschließend durfte Thomas de Jong, Referent des Bürgermeisters, die 21.000 Euro teure Neuanschaffung ausprobieren.

Ein kleiner Schubser (oder Muskelschmalz in den Armen des Rollstuhlfahrers) sind zwar notwendig, um das Gefährt auf die Tragfläche zu befördern. Dann aber gleitet der Treppenlift Schloss Zweibrüggen hinauf. Ein gesunder Mensch schafft den Weg, wenn er sich denn beeilt, in zwei, drei Sekunden. Ein Rollstuhlfahrer sowie jeder andere, der nicht gut zu Fuß ist, nun in immerhin rund einer halben Minute.

Eine maximale Tragkraft von stolzen 250 Kilogramm leistet das gute Stück, was sicher vor allen Dingen dem Kampfgewicht von Elektrorollstühlen geschuldet ist. Von den 21.000 Euro, die die Apparatur insgesamt gekostet hat, wurden 18.000 aus Spenden aufgebracht. „Bis jetzt mussten Menschen mit Behinderung die Treppen heraufgetragen werden, einer links und einer rechts“, so Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch.

„In der Not frisst der Teufel eben Fliegen.“ Schließlich sind ein sehr großer Teil der Veranstaltungen in Schloss Zweibrüggen Trauungen. Mitunter sei es vorgekommen, dass Oma und Opa dann auf dem Vorplatz warten mussten, bis das frischgetraute Paar ins Freie trat. „Und nun, Hanns-Paul“, fuhr Jungnitsch fort, „will ich das Teil auch haben!“ Denn nach der Einweihung fehlte ja noch die Unterschrift des Vereinsvorsitzenden Hanns-Paul Jouck, die die Schenkung an die Stadt offiziell machte.

Nicht nur finanziell war das Unternehmen Treppenlift mit einigem Aufwand verbunden gewesen, sondern auch organisatorisch. Denn zunächst wollte der Denkmalschutz nicht recht mitspielen, und auch die Montage erwies sich durchaus als Herausforderung. Schließlich ist jede Treppe und jedes Geländer anders. Treppenlifte müssen also stets genauestens an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden. So erklärt sich auch der durchaus stolze Preis.

Demnächst soll vor Ort noch eine Tafel angebracht werden, auf der die Spender namentlich genannt werden.

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