Geilenkirchen - Neuer IC: Ohne Umstieg von der Wurm bis an die Spree

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Neuer IC: Ohne Umstieg von der Wurm bis an die Spree

Von: Georg Schmitz
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Auch andere Ziele sind nun leicht erreichbar: Frida Haas fährt zwar nicht bis Berlin, nutzt aber gerne die umsteigefreie Intercity-Verbindung nach Hannover. Foto: Georg Schmitz
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Ohne umzusteigen bis in die Hauptstadt: Der IC 2222 hielt gestern früh erstmals in Geilenkirchen.

Geilenkirchen. Es ist 6.07 Uhr, als der erste IC 2222 auf Gleis 2 im Bahnhof Geilenkirchen einfährt. Sechs Menschen steigen in einen der zehn Personenwagen und nehmen auf den Sitzen ihren Platz ein. Die Intercity-Strecke Aachen-Berlin wurde mit Beginn des neuen Fahrplans am Montagmorgen erstmals in Betrieb genommen.

Ab sofort fährt montags bis freitags der IC 2222 täglich ab 5.45 Uhr in Aachen los. Für den Kreis Heinsberg ist der Intercity ein Glücksfall, denn er ist nun direkt an das Fernzugnetz angeschlossen.

Die Kunden der Deutschen Bahn können bei einer Fahrzeit von knapp sechs Stunden bequem und umsteigefrei von Geilenkirchen in die Bundeshauptstadt Berlin fahren. Umgekehrt fährt der IC 2223 an den fünf Wochentagen in Berlin um 13.55 Uhr los, erreicht Geilenkirchen um 19.27 und Aachen um 19.50 Uhr. Der Andrang hielt sich am ersten Tag allerdings in Grenzen, was wohl daran lag, dass nicht viele Menschen von dem neuen Angebot wissen. Mehrere Dutzend Menschen „bevölkern“ bereits um 5.50 Uhr den Bahnsteig 2 in Geilenkirchen und zeigten sich alle erstaunt über die Berlin-Verbindung.

Um 5.52 Uhr fährt der Wupper Express nach Düsseldorf ein und die Menge auf dem Bahnsteig lichtet sich stark. Zehn Personen bleiben und von denen steigen um 6.01 Uhr acht in die RB 33 nach Mönchengladbach ein. Zu den beiden „Übriggebliebenen“ gesellen sich vier weitere Frauen und Männer, die innerhalb der nächsten Minuten den Bahnsteig erreichen.

Darunter befindet sich Stephan Baumeister, der eigentlich immer einen anderen Zug nimmt, aber an diesem Tag den Intercity einmal ausprobieren möchte. „Das ist für mich mehr oder weniger eine Testfahrt bis Rheydt“, schmunzelt Baumeister. Nach Berlin fährt an diesem Morgen niemand, aber Frida Haas aus Lüneburg nutzt den Intercity bis Hannover. „Das ist für mich ideal, denn ich brauche nicht mehr umzusteigen“, ist Haas froh über das neue Angebot ab Geilenkirchen. In der Stadt an der Wurm besucht sie regelmäßig eine gute Freundin.

Dann ist da noch der Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath (SPD), der den ersten IC 2222 eigentlich nutzen wollte. Doch es kam anders. Die Bundes-SPD hatte für den Sonntag kurzfristig eine Fraktionssitzung angesetzt und so musste er einen Tag früher als geplant nach Berlin reisen. „Aber ich werde den Intercity von Geilenkirchen nach Berlin oft nutzen, die Verbindung ist für mich ideal“, sieht Norbert Spinrath in die Zukunft.

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