Gangelt - Neue Windräder am alten Mülldeponie-Standort

Neue Windräder am alten Mülldeponie-Standort

Von: agsb
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Gangelt. Bei der Standort-Untersuchung für potenzielle Flächen zur Ausweisung von Windkraft-Konzentrationszonen wurden in der Gemeinde Gangelt vier Flächen vorgestellt, wobei erst einmal über den Bebauungsplan „Erweiterung des Windparks Gangelt-Hanbusch“ gesprochen wurde. Dieses Projekt geht nun nach positiver Bürgerbeteiligung in die nächste Phase.

Fünf Windräder sind hier seit 1998 in Betrieb, sie könnten durch zwei bis drei Anlagen der 2-Megawatt-Kategorie ersetzt werden. Alle Ratsherren sahen in Hanbusch die optimale Lösung, man möchte allerdings noch ein Schattengutachten abwarten.

Die FDP-Fraktion hatte einen Antrag zur Schaffung eines Schülerparlaments gestellt. Fraktionsvorsitzender René Stegemann erblickte in einem Schülerparlament die Möglichkeit zu mehr Demokratie-Verständnis, eine Chance für das soziale und kulturelle Leben in der Gemeinschaft, er wollte den Jugendlichen mit dem Parlament eine Brücke bauen. Dieser Antrag stieß auf Widerstand. „Die Idee müsste von den Schülern oder Schulen kommen. Von der Idee her ist so ein Schülerparlament nicht schlecht, es ist aber so der falsche Weg“, erklärte Karl-Heinz Milthaler von der CDU-Fraktion; ferner gehöre ein solcher Antrag nicht in die Ratssitzung, sondern in den Kulturausschuss als Fachgremium.

Die CDU erinnerte durch Ortsvorsteher Gerd Schütz an das Jugendheim in Gangelt, das seit vielen Wochen leer stehe, da keiner in Verantwortung treten möchte. „Aber wir sind hier weiter am Ball, wir wollen die Jugend zu mehr Verantwortung anspornen“, so Schütz. Er hofft auf mehr Unterstützung aus den Reihen der Jugend, um weiteren Schiffsbruch zu vermeiden.

Ein weiterer Antrag der FDP sorgte für Diskussionsbedarf. Die Fraktion wünschte sich die Bereitstellung von Plakatwänden für Wahlwerbung bei den Wahlen in den nächsten beiden Jahren; eine Überplakatierung unter anderem an Laternen soll so verhindert werden. Hier sahen die übrigen Ratsfraktionen ihre Parteien selbst in der Pflicht und hielten eine zentrale Ausweichfläche für nicht optimal.

Die FDP sah im nächsten Tagesordnungspunkt mit Dringlichkeitsbeschluss zur Benennung einer Straße im Neubaugebiet „Im Jankerfeld II“ eine unglückliche Vorgehensweise. Der Antrag wurde dann beschlossen, es ging um die „Heinrich-Aretz-Straße“.

Viele Zahlen hatte Bürgermeister Bernhard Tholen bei der Feststellung des Jahresabschlusses 2009 im Gepäck, auch hier wurde nach kurzer Diskussionsrunde die Zustimmung erteilt.

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