„Narnia”: Winterlicher Zauber im Kleiderschrank

Von: Markus Bienwald
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Eigentlich soll der Faun Tumnus die süße Lucy im Auftrag der Weißen Hexe gefangen nehmen, doch er beweist Herz und schickt sie wieder nach Hause. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Lucy ist ganz angetan von den alten Pelzen. In einem wundersamen alten Schrank im verbotenen Zimmer von Professor Kirks Haus findet sie die alten Stücke. Doch als sie tiefer in den Schrank hineingeht, sieht sich Lucy plötzlich mitten in einer zauberhaften Winterlandschaft wieder.

Der Kleiderschrank, das erfährt sie gleich von Herrn Tumnus, einem Faun, ist nämlich das Tor zum Land „Narnia”. Und so beginnt das schöne Spiel „Der Winterwald im Kleiderschrank - Die Chroniken von Narnia”, wie jetzt auch in der Aula der städtischen Realschule.

Im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt und der von unserer Zeitung mit präsentierten Reihe „Theater Starter” gastierte das Westfälische Landestheater aus Castrop-Rauxel in Geilenkirchen. Die Nachfrage nach den Karten konnte kaum größer sein, schnell waren alle Plätze ausverkauft. Denn das Stück für Kinder ab sechs Jahren von Irina Kutchmy nach einer Novelle von Clive S. Lewis war ein Stück perfekter Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Im winterlichen Land Narnia, so der Inhalt der Geschichte, herrscht die Weiße Hexe. Sie ist keine gute Herrscherin, hat sich selbst gekrönt, unterdrückt und kontrolliert ihre Untertanen, wo es nur geht.

Decke aus Schnee und Eis

Seitdem sich die Weiße Hexe selbst zur Herrscherin gekürt hat, liegt Narnia unter einer dicken Schicht aus Schnee und Eis. Der Faun Tumnus sollte nun eigentlich auf Geheiß der Hexe das Mädchen Lucy gefangen nehmen und ausliefern. Stattdessen beweist Tumnus Herz und schickt das neugierige Kind zurück.

Natürlich glauben Lucys Geschwister Peter, Susan und Edmund nicht, was sie da von ihrer Schwester hören. Doch kurze Zeit später gelangt auch Edmund durch den Schrank nach Narnia und gerät in die Fänge der Weißen Hexe. Aber mit Hilfe von einem Biber-Ehepaar, dem Löwen Aslan und dem großen gütigen Herren des Waldes sollte es schließlich gelingen, die böse Zeit vergessen zu machen.

Mit seinem Spiel gelang dem Ensemble des Westfälischen Landestheaters ein Glanzstück. Herrliches Spiel, verwegene Kostüme, eine schöne Choreografie, ein perfektes Bühnenbild samt passendem Licht und Ton, nicht zuletzt die Lieder zum Mitsingen machten aus „Dem Winterwald im Kleiderschrank” eine 80-minütige wunderschöne Reise in die Welt der Phantasie.

Dafür spendeten die hauptsächlich jungen Besucher zu Recht sehr viel Applaus.

Teufel mit goldenen Haaren nach der Pause

Die Winterpause beim „Theater Starter” fällt sehr kurz aus. Denn schon am Donnerstag, 14. Januar, geht es um 9 Uhr in der Katholischen Grundschule (KGS) Würm, Klosterstraße 15 in Geilenkirchen, weiter.

„Der Teufel mit den drei goldenen Haaren” wird dann von den „Flunker Produktionen” gezeigt. In dieser Schulveranstaltung für Kinder ab sieben Jahren liegt sich der Teufel mit seiner Großmutter in der Hölle in den Haaren. In der Menschenwelt spaziert hingegen Glückskind Fritz durch sein abenteuerliches Leben, bis der König Fritz loswerden will und ihn in die Hölle schickt.

Zwei Menschen und viele Handpuppen zeigen in dieser Geschichte Unmögliches, das am Ende wahr wird.

Karten zur Vorstellung sind zum Preis von 4,50 Euro für Kinder, 5,50 Euro ab 13 Lebensjahre und 3,50 Euro pro Person bei 20-Personen-Gruppen beim Kulturamt der Stadt Geilenkirchen, 02451/629-408, -413, -418 und -419 erhältlich.
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