bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Nach der kurzen Keilerei ab in die Pfütze

Von: Karl-Heinz Hamacher
Letzte Aktualisierung:
sonnepark4_bu
Zwar sehen die ungezählten echten Hasen im Wildpark anders aus, dafür hatten aber Laura Wilde (kniend) und Angelique Reiß wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Es war nicht nur die Sonne, die an den Kar- und Ostertagen für Begeisterung im Wildpark sorgte. Es war auch nicht nur Falkner Erwin Janssen, der während und vor allem nach den Freiflügen der Greifvögel das Publikum immer mit seinen wunderbaren Geschichten unterhält.

Bevor aber den vielen Ostergästen diese außergewöhnliche Show geboten Es war eine Horde kleiner Frischlinge, die wie jedes Jahr die ein oder andere Lücke in den Zäunen des großen Wildschweingeheges fand und auf den Spazierwegen hin und her rannte.

Mag sein, dass man sich diese Tiere grundsätzlich anders vorgestellt; da es aber leckere Ostereier - rund 15.000, teils aus Schokolade, teils hart gekocht - gab, spielte das wohl keine Rolle.

Der Wildpark Gangelt hatte diesmal zu seinem normalen Osterprogramm eine Erweiterung auf dem Spielplatz sowie die Ausweitung des Bärengeheges zu bieten. Bewährt haben sich bei der Neu- und Umgestaltung in Laufe der vergangenen Jahre die erhöhten Aussichtsplattformen bei den Bären, Wölfen, Luchsen, Wildkatzen, Baummarder, Steinböcken und Gämsen. Hier hat der Besucher nun einen freien Blick auf die Tiere, keine störenden Zäune sind im Weg.

So voll wie an den Ostertagen waren die Parkplätze schon lange nicht mehr. Viele fremde Kennzeichen zeugten davon, dass der beschauliche Park weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist. Familie Görgen aus Köln kommt schon seit Jahren nach Gangelt und lobt das, was vielen andern Gästen in Gangelt so gut gefällt: „Wenn man nicht gerade an Feiertagen wie Ostern hier auftaucht, ist der ganze Park ein Ort der Ruhe und Beschaulichkeit.”

Von Japanern entdeckt

Natürlich ist der Wildpark auch in den nahen Niederlanden eine feste Größe im Erholungsprogramm. Vor allem Sonntag war „Oranje boven”. Kaito und Momoka Matsumoto kommen aus Japan. Allerdings nicht direkt, sie leben und arbeiten in Düsseldorf, wo sie, mit einem herrlichen Akzent versehen, gut deutsch gelernt haben und mit ausgesuchter Höflichkeit Rede und Antwort stehen.

Allerdings erkennt man den Unterschied zwischen ihrer Heimat Tokio und Gangelt spätestens dann, wenn sie - an den besucherstarken Ostertagen - von der „helllichen Luhe” im Wildpark reden.

Gegenüber dem „Haus Wildblick” befindet sich das Gehege der Murmeltiere. Hier funktioniert die Gruppe noch: einige halten auf den Hinterfüßen stehend Wache, während die andern fressen oder sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Bei den Wildschweinen haben entweder die Kleinen die Nase voll von ihrem Ausflug oder die Muttertiere haben ein Machtwort gesprochen. In drei Gruppen zieht es die Frischlinge zurück ins Gehege, wo erst einmal ordentlich ausgeruht wird. Da stört auch nicht, dass sich zwei ausgewachsene Tiere in die Wolle kriegen. Das dauert nur Momente, und nach getaner Keilerei zieht man dann gerne eine Pfütze vor zurück, um sich im schlammigen Wasser herzhaft zu suhlen.

Greife und Anekdoten

Ob an Ostern oder der 361 anderen Tagen im Jahr: Die Falknerei ist um 14 und 16 Uhr immer ein Muss für die Wildparkbesucher. Falkner Janssen und seine Mitarbeiterinnen laden dann zur Flugshow.

Ebenso wie Falken, Adler, Eulen und Geier ist hier Erwin Janssen Publikumsmagnet. Denn seine Anekdoten sind immer noch die besten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert