Nach 37 Jahren wird aus dem Arbeitskreis ein Kulturverein

Von: Georg Schmitz
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Der Gründungs-Vorstand des Ge
Der Gründungs-Vorstand des Geilenkirchener Kulturvereins: Christoph Gillißen, Harald Schollmeyer, Henriette Echghi-Ghamsari, Christoph Grundmann (sitzend v.l.) sowie die Beisitzer Walter Verwoert, Manfred Mispelbaum und Jürgen Wagner (stehend v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Eine Vereinsgründung ist immer eine spannende Sache”, eröffnete Bürgermeister Thomas Fiedler die Versammlung im Bürgersaal von Haus Basten zur Bildung eines Kulturvereins. Aus dem Kulturarbeitskreis, der sich seit 37 Jahren der kulturellen Arbeit in Geilenkirchen angenommen hat, sollte sich im Laufe des Abends eine neue „Nuancierung” in der rechtlichen Form eines Vereins herausarbeiten.

51 interessierte und stimmberechtigte Bürger, darunter über die Hälfte Kunstschaffende sowie Menschen mit kulturellen Interessen, nahmen an der Versammlung teil.

„Wir tun etwas Bedeutendes für unsere Stadt und setzen hier einen Meilenstein für die Zukunft”, räumte der Bürgermeister der Kultur eine besondere Gewichtung ein. Für vieles gebe es eine Kultur, so auch eine Diskussionskultur, die an diesem Abend sicherlich zum Tragen komme. Fiedler wünschte dem Verein ein gutes Gelingen in seiner Vielfältigkeit und betonte, wie wichtig die Handlungsfähigkeit eines Vereins sei. Auch eine Stadt mit 134 Vereinen müsse sich den Herausforderungen der Zukunft stellen.

Aus dem Kulturarbeitskreis sei deshalb die Idee geboren, den Kulturverein zu gründen, mit dem Ziel, neue Wege zu wagen und fit für die Zukunft zu sein. Zwischenzeitlich sei eine Satzung für den Kulturverein entworfen und von zwei Juristen geprüft worden. Von den Anwesenden mussten sich etliche ein „Satzungsdokument” teilen, weil nicht genügend Kopien zur Verfügung standen. „Schauen Sie zu zweit auf die Satzung, das fördert die Kommunikation und Gesprächskultur”, schmunzelte Thomas Fiedler. Einem „findigen Satzungsbetrachter” war aufgefallen, dass kein Mitgliedsbeitrag genannt wurde.

Kulturamtsleiter Gort Houben erklärte daraufhin, dass nach Gründung des Kulturvereins bei der ersten Mitgliederversammlung über die Höhe des Beitrags diskutiert und dieser dann festgelegt werde. Es gelte zudem noch, einen endgültigen Namen für den Verein zu definieren. „Damit ist das Kind aus der Taufe gehoben”, freute sich Bürgermeister Thomas Fiedler, nachdem alle Anwesenden sich einstimmig für die Gründung eines Kulturvereins ausgesprochen hatten. Jetzt gelte es noch, einen Vorstand zu wählen, über dessen Besetzung sich der Kulturarbeitskreis im Vorfeld bereits Gedanken gemacht habe.

Die Vorschläge kamen sofort auf den Tisch, und nach wenigen Minuten hatte sich die Versammlung mit 48 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen für Henriette Echghi-Ghamsari als Vorsitzende entschieden. „Ich bin optimistisch, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen”, nahm die Künstlerin das Amt an. Die weiteren Vorstandsämter wurden wie folgt besetzt: stellvertretender Vorsitzender Christoph Grundmann; Schatzmeister Christoph Gillißen; Schriftführer Harald Schollmeyer; zu Beisitzern wurden Manfred Mispelbaum, Walter Verwoert und Jürgen Wagner gewählt.

Überraschend hatte zuvor Horst Grunert seine Person für ein Beisitzeramt in die Waagschale geworfen. Er meldete sich als Vertreter der Minderheiten in Geilenkirchen zu Wort und sah besonders die Jugend und Junggebliebenen in der Stadt bei der Berücksichtigung auf kulturellem Gebiet benachteiligt.

Grunert erreichte bei der Wahl der Beisitzer allerdings nicht die notwendigen Stimmen für einen der drei Beisitzerposten. Hans-Josef Paulus hatte vorgeschlagen, vier Beisitzer zu berücksichtigen, um den Verein auf eine noch breitere Basis zu stellen. Weil die Versammlung aber Minuten zuvor die Satzung einstimmig verabschiedet hatte, war dies nicht mehr möglich. Gemeinsam stießen alle Anwesenden am Ende mit Sekt auf den frisch aus der Taufe gehobenen Kulturverein an.
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