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Nach 24 Stunden Hunger wird reingehauen

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Kräftig reingehauen haben die rund 200 Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums, nachdem sie für das Projekt „Hunger 24“ einen Tag lang aufs Essen verzichteten. Foto: Bienwald

Übach-Palenberg. „Haste noch n Brötchen?“: Diese Frage ist nicht ungewöhnlich, wenn sich Schüler so unterhalten. Allerdings fällt sie schon ins Ohr, wenn sie an einem geschätzt 20 Meter langen Tisch fällt, an dem sich junge Menschen nach der ersten Tageshälfte stärken.

Dass sie das ausgiebig taten, war ihnen gegönnt, schließlich beteiligten sich 200 Schüler aller Jahrgangsstufen am Projekt „Hunger 24“ des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG). „Letztes Jahr sind wir damit gestartet und fanden auf Anhieb 20 Mitstreiter“, wie Lehrer Christoph Schlagenhof berichtet. In diesem Jahr hat sich die Zahl schon verzehnfacht, und so erklärt sich auch die Länge der Tafel, die sich auf dem Schulflur im ersten Stock ausbreitet. Auf dem Tisch finden sich neben herzhaften Köstlichkeiten auch viele Süßigkeiten und Kuchen. Säfte, Wasser und mehr runden das Bild eines riesigen Schulbuffets ab. Zu Tisch sitzen junge Menschen, die in den letzten 24 Stunden keine feste Nahrung zu sich genommen haben. „Trinken war erlaubt und natürlich haben wir darauf geachtet, dass die Teilnehmer keine Klassenarbeiten während ihrer freiwilligen Fastenzeit geschrieben haben“, so Lehrerkollege Holger Heß.

Er und Christoph Schlagenhof haben bei der Aktion natürlich auch mitgemacht, um zu zeigen, dass die von der Organisation „worldvision“ initiierte Idee alle Altersschichten betrifft. „worldvision“ hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen für Armut und Hunger zu sensibilisieren. „Und alle Teilnehmer taten das freiwillig, in ihrer Freizeit“, wie Schlagenhof betont. So fand der gemeinsame Startschuss nach dem Schulende statt, ein Film über die Verschwendung von Lebensmitteln sorgte nach Ansicht der Pädagogen vor allem bei den jüngeren Schülern für einen nachhaltigen Eindruck. „Wir schmeißen weltweit so viel Essen weg, dass es eigentlich drei Mal reichen würde, um Menschen überall auf diesem Planeten zu ernähren“, so Schlagenhof. Das Gefühl, den Hunger am eigenen Leib zu erfahren, war an diesem Tag aber nicht alles: Spenden wurden gesammelt, die für einen noch nicht näher bestimmten guten Zweck fließen werden.

„Und das Tolle am gemeinsamen Essen nach einem Tag der Nahrungsabstinenz ist, dass alle zusammen sind und sich austauschen“, unterstreicht auch Holger Heß.

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