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Nabu: Viel Herzblut für Obstbaumpflanzungen

Von: Renate Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
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In Erwartung einer guten Ernte: Andreas Scheuermann (links) und Josef Backhaus mit den neuen Obstbäumen. Foto: Renate Kolodzey

Gangelt. „Was auf dieser Wiese noch fehlte, waren wunderschöne Obstbäume!“, meint Josef Backhaus, Projektleiter des Naturschutzbundes (Nabu)-Selfkant für den Erhalt und Ausbau von Streuobstwiesen in den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht.

In Gangelt-Broichhoven setzte kürzlich das Paar Ruth Hermanns (29) und Andreas Scheuermann (33) auf seinem idyllisch gelegenen Grundstück acht Hochstämme in die Erde: zwei Hauszwetschen, zwei Birnbäume „Clapps Liebling“ und „Conference-Birne“, zwei „Hedelfinger Riesenkirschen“ und die Apfelbäume „Roter Boskoop“ und „Gravensteiner“.

„Meine Schwiegermutter Dagmar Hermanns las vor einiger Zeit einen Artikel über das Engagement von Herrn Backhaus, erzählte uns davon, und wir waren sofort begeistert“, beschreibt Scheuermann, wie er und seine Frau auf die Pflanzaktion aufmerksam wurden. Er ist Lehrer an der Gesamtschule in Höngen, stammt aus dem Ruhrgebiet und ist „der Liebe wegen“ nach Broichhoven in die Heimat seiner Frau gezogen, erklärt er und ergänzt: „Ich vermisse die Großstadt überhaupt nicht, fühle mich sehr wohl in der Gemeinde Gangelt.

Wenn ich von der Schule nach Hause komme, genieße ich die Ruhe und empfinde die Lebensqualität hier viel größer als in der Stadt!“ Dazu wird wohl in einigen Jahren auch das Obst aus dem eigenen Garten beitragen, wobei Äpfel und Birnen auch zu Saft verarbeitet werden können.

„Im November bei der letzten Pflanzaktion haben wir 38 Obstbäume auf zwölf Streuobstwiesen gepflanzt“, hebt Backhaus hervor, stellt jedoch besorgt fest, dass die Obstbaumkartierung des Nabu in Gangelt, Selfkant und Waldfeucht im Jahre 2014 ergeben habe, dass im Gegensatz zu 2004 nur noch 40 Prozent der Obstbäume vorhanden seien.

Tipps zum Erwerb der Bäume

Damit dieser Trend nicht weiter fortschreitet und Streuobstwiesen, die vielen Tieren wie Steinkauz, Waldeidechse und Grasfrosch Lebensraum bieten, ganz verschwinden, unterstützt der Kreis Heinsberg Interessenten und stellt Pflanzgut, darunter viele alte Obstsorten, inklusive Pfähle und Schutz gegen Tierverbiss kostenlos zur Verfügung.

Lediglich das Einpflanzen muss man selbst besorgen, doch Backhaus berät dabei gerne und hilft sogar mit. „Er hat uns sogar beim Erwerb der Bäume Tipps gegeben“, merkt Scheuermann an. Die Bestellung kann bis Ende September erfolgen, ausgeliefert wird Ende Oktober bis Anfang November.

Das Ziel des NABU sei ein Obstbaumgürtel um Städte und Gemeinden, denn diese Bäume seien ein prägendes Kulturmerkmal unserer Region, betont Backhaus. Er freue sich über jede Neuanpflanzung und ist sich ganz sicher: „Jeder Baum ist ein Gewinn!“

Interessenten können sich an Josef Backhaus unter Telefon 02454/2654 wenden.

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