Geilenkirchen - Musikkorps Würm begeistert mit Filmmusik und Schlagern

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Musikkorps Würm begeistert mit Filmmusik und Schlagern

Von: Johannes Gottwald
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Das Musikkorps Würm begeisterte seine Zuhörerschaft mit Schlagerhits, Filmmusik und einer anspruchsvollen Ouvertüre der Oper Carmen. Gemeinsam mit dem Musikkorps Süggerath hatten sie zum Frühjahrskonzert geladen. Foto: Johannes Gottwald

Geilenkirchen. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Diesen alten Spruch befolgte auch das Musikkorps Würm und lud zu seinem Frühjahrskonzert das Musikkorps Süggerath ein. Unter der Leitung des Dirigenten Rainer Schmitz gestalteten die Musiker aus dem Nachbarort den ersten Teil des Abends. Die Moderation des Programmes war Holger Koch anvertraut, nach der Pause übernahm dann Markus Tischendorf.

Überraschend ruhig und verhalten begann der einleitende „Marsch der Soldaten“, der sich erst im weiteren Verlauf zu energischen und straffen Rhythmen steigerte. Die Melodie dieses Stückes soll auf den schottischen Nationalhelden Robert Bruce zurückgehen, der im Mittelalter eine englische Invasionsarmee erfolgreich zurückschlagen konnte. Auch die vierteilige Suite „The Castle of Bray“ blieb im Bannkreis der britischen Inseln. Hier konnten die Zuhörer ein zünftiges ritterliches Burgfest erleben.

Zunächst wirbelte eine lebhafte Gigue vorüber, dann folgte ein behäbiges Menuett, das unüberhörbare Anklänge an Händel zeigte. Der festliche Empfang des Burgherrn griff dann die Stimmung des Anfangssatzes wieder auf und rundete damit das Werk ab.

Eine ganz andere Welt eröffnete sich dagegen in den „Boney Super Hits“. In einem schwungvollen, wenn auch rhythmisch etwas gleichförmigen Medley, kamen die größten Erfolge der Gruppe wie „Belfast“, „Brown Girl in the Ring“ und „On the Rivers of Babylon“ zu Gehör. Danach führte die bekannte Filmmusik aus „Winnetou und Old Shatterhand“ in den Wilden Westen, wobei am Anfang das Schlagwerk für reizvolle Klangeffekte sorgte, indem das Klappern der Pferdehufe nachgeahmt wurde.

Bei der anschließenden „Schlagerparty“ konnten viele Zuhörer leise mitsummen, denn hier erklangen drei Ohrwürmer aus den 1970er Jahren. „Schön ist es auf der Welt zu sein“ gehörte zu den größten Erfolgen des Sängers Roy Black, nicht weniger populär wurde „Du kannst nicht immer siebzehn sein“ von Chris Roberts. Und auch das „knallrote Gummiboot“ hat sich bis heute auf dem Tonträgermarkt behauptet.

Mit dem ruhig-besinnlichen „Auld Lang Syne“, bei dem Karin Reinartz mit einem Klarinettensolo hervortrat, ließ Rainer Schmitz den offiziellen Teil ausklingen – aber selbstverständlich hatten die Süggerather noch eine Zugabe im Gepäck. Es war ein volkstümlicher Marsch, der im Laufe der Zeit zur Vereinshymne umfunktioniert wurde. Und so setzten konsequenterweise bei den Zwischenteilen die Bläser aus und stimmten den Text an, während nur die Schlagzeuge und das mächtige Sousaphon die Begleitung übernahmen.

Kein Wunder, dass diese originelle Darbietung noch einmal für einen Sonderapplaus sorgte. Wesentlich höhere Ansprüche sowohl technischer als auch musikalischer Art stellte schon die Ouvertüre zur Oper Carmen von Georges Bizet. Aber auch hier erwies sich das Musikkorps Würm als vorzüglicher Klangkörper, der präzise auf jeden Wink des Dirigenten Thomas Schrouff einging.

Der derb-fröhliche Kaiser-Friedrich-Marsch sorgte dann nochmals für Frühlingsstimmung und bildete einen fulminanten, stürmisch beklatschten Ausklang. Aber selbstverständlich servierten die Gastgeber ihrem Publikum ebenfalls noch eine besondere Zugabe – gewissermaßen als kleines Sahnehäubchen.

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