Mobiler Klettergarten begeistert Familien

Von: Christina Kolodzey
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Mit Kraft und Konzentration balancierten die Kinder über die Seile des mobilen Niedrigseilklettergartens von Eva Staerk. Foto: Christina Kolodzey
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Mit Kraft und Konzentration balancierten die Kinder über die Seile des mobilen Niedrigseilklettergartens von Eva Staerk. Foto: Christina Kolodzey

Übach-Palenberg. Schönes Wetter war die Voraussetzung für diese besondere Aktion in waldreicher Umgebung, und die Sonne meinte es gut und lachte wärmend in 15 erwartungsvolle Gesichter im Alter von drei bis zehn Jahren. Auch zwei Väter und drei Mütter wollten sich den Spaß nicht entgehen lassen und begleiteten ihre Sprösslinge zum ungewöhnlichen Event.

Doris Linden-Mahr und Marion Dalmisch vom Städtischen Jugendzentrum hatten sich wieder etwas Tolles für die kleinen Gäste einfallen lassen – den sogenannten Mobilen Niedrigseilklettergarten, dessen Premiere im vergangenen Sommer einen durchschlagenden Erfolg bei den Kindern verzeichnen konnte. Abermals hatten sie die Motopädin Eva Staerk aus Aachen hierfür gewinnen können – eine Pädagogin mit Zusatzausbildung für Motorik.

Seit fünf Jahren hat sie sich auf den Aufbau und die Gestaltung von Klettergärten spezialisiert und entwickelt diese ständig weiter.

Mehrere große Taschen brachte sie mit, und die Kinder, welche schon im letzten Jahr dabei waren, wußten, dass der ganze Spaß darin verborgen war: Viele dicke Seile, kleine Schaukelbretter und passend geschnittene Reste von Feuerwehrschläuchen. Schnell waren die Bäume ausgesucht, und der Aufbau konnte beginnen.

Unter der fachkundigen Anleitung der Expertin begannen alle zunächst die Statikseile, welche sich bei Gebrauch nur wenig dehnen, in verschiedener Höhe um die Bäume zu wickeln und untereinander auf bestimmte Art und Weise zu verknoten. Alle strengten sich mächtig an, und die Hilfe der beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter Monika Böhm und Tobias Czyz war mehr als willkommen. So wuchs der Klettergarten zusehends. Trotzdem konnten es die Kinder kaum erwarten, ihn zu nutzen, und begannen eifrig mit konzentriertem Balancieren auf den Seilen, sobald die ersten Verbindungen fertig waren. Fröhliches Lachen schallte über den Platz, und wenn jemand abrutschte, was selten vorkam, so fiel er nicht tief auf weichen, trockenen Waldboden.

Für das waagerechte Spinnennetz benötigte Eva Staerk vier Bäume. Zwischen ihnen knotete sie es geschickt mit Dietmar Kruwinnus, einem der anwesenden Väter, und weihte ihn in das Geheimnis des „Webeleinstek-Knotens“ ein, der sich zusammenzieht und nicht verrutscht, so dass die Kinder das Netz ebenfalls bald in Beschlag nehmen konnten.

Besonders fleißig halfen alle beim Aufbau der Hängebrücke mit: Hierbei wurden zwischen zwei Baumriesen viele Schaukelbretter und Teile von Feuerwehrschläuchen mithilfe von Seilen so befestigt, dass man später wie über eine Brücke darüber gehen konnte.

Nach knapp eineinhalb Stunden war der gesamte Parcours fertig und wurde johlend in Besitz genommen: Die Jungen und Mädchen zeigten ihre beeindruckenden Kletterkünste und waren stolz, wenn sie sich mit viel Kraft und Gewandtheit oben halten konnten. „Ich hab‘s geschafft“, jubelte Simon Gerads (8), als er die Strecke bewältigt hatte. Luis Gatzen (7) meinte gar: „Ich find‘s ein bisschen niedrig“, während Jovan Thilken (7) nach vielem Hangeln erstaunt feststellte: „Die Finger werden rot vom Festhalten.“ Lutz Gatzen (3) ruhte sich zwischendurch geschickt aus, indem er sich einfach „in die Seile hing.“ Der jungen Dame Dalina Kruwinnus (6) gefiel an diesem Nachmittag „einfach alles“, und Svenja Nüsser (10) schaffte es sogar, ihre Mama Anja zu überreden, es einmal mit ihr auf dem Parcours zu versuchen. Schelmisch wackelte sie dabei so heftig an den Seilen, dass Mama sich anstrengen musste, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Wieder einmal war der mobile Niedrigseilklettergarten ein voller Erfolg bei den kleinen Besuchern, und wer davon noch nicht genug hatte, durfte gerne beim Abbau mithelfen.

Eva Staerk baut ihren Klettergarten an jedem ersten Sonntag im Monat im Aachener Wald auf (nicht bei Regen): Kornelimünsterweg/Lintertweg, Forsthaus Schöntal. Teilnahmegebühr 15 Euro pro Familie. Sie kommt damit auch zu Kindergeburtstagen und anderen Events. Weitere Informationen unter Telefon 02408/709945.

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