„Mobbing” im Theater: Wenn Menschen schikaniert werden

Von: Georg Schmitz
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Geilenkirchen. Dem Thema „Mobbing” widmet sich ein Theaterstück des Literaturkurses der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule. Mobbing” bedeutet, dass jemand am Arbeitsplatz oder in Einrichtungen und Organisationen fortgesetzt geärgert, schikaniert, in passiver Form als Kontaktverweigerung mehrheitlich gemieden oder in sonstiger Weise in seiner Würde verletzt wird.

Mobbingverhalten könne verbal, nonverbal oder physisch zum Ausdruck gebracht werden, wobei solche Handlungen als feindselig, aggressiv, destruktiv und unethisch gelten.

Im Handlungsverlauf kristallisiere sich ein Opfer heraus, wobei dies aufgrund der ungleichen Machtverteilung Schwierigkeiten habe, sich zu verteidigen. Nachdem sich die Schüler des Literaturkurses auf die Inszenierung eines Theaterstücks geeinigt hatten, machten sie sich im Internet auf die Suche nach einem Werk, das zur Kursgröße passte und den Zeitrahmen von 90 Minuten nicht überschreiten würde. In kleinen Gruppen spielten sie einige Szenen der infrage kommenden Theaterstücke durch, bevor sie die endgültige Auswahl trafen.

Die große Mehrheit entschied sich schließlich für das Stück „Reich und schön” von Eva Vieth. Zusammen mit dem Literaturkurs 2009/2010 des Gymnasiums Vogelsang in Solingen hatte Vieth das Werk erstmals in Szene gesetzt. Seit September 2011 laufen die Proben für „Reich und schön” in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule.

„Mit Hilfe dieses Theaterstücks wollen wir Botschaften vermitteln, denn es ist nicht zu übersehen, dass eigentlich jeder schon einmal mit Mobbing in Kontakt gekommen ist”, sagt Angelika Miller, die in dem Stück gleich drei Rollen übernimmt.

Am Freitag probten die 23 Darsteller erstmals auf der Bühne in der Aula der Gesamtschule. „Die Schauspieler sollen den Raum für sich wahrnehmen”, erläutert Deutsch- und Literaturlehrerin Annalena Bachmann-Wilms dazu.

Scheinbar ziellos

Die „Regisseurin” hält ihre Jungs und Mädels der Jahrgangsstufe 12 beim „Warm Up” ganz schön auf Trab. Alle laufen zunächst - für den Laien scheinbar ziellos - herum, doch so lernen die Schülerinnen und Schüler die Abmessungen der zu bespielenden Fläche kennen. Nachdem sich die Darsteller ihren Raum erschlossen haben, nehmen sie im „Klassenraum” Platz und erwarten ihre Lehrer.

Doch die müssen erst einmal gegen die Geräuschkulisse anschreien und sich Gehör verschaffen.

Vom „Unterricht” bekommen die Schüler auch jetzt noch nicht viel mit, denn ihre Gespräche drehen sich um eine Megaparty. Bevor zur Geltung kommt, wer gemobbt wird, verstreicht noch einige Zeit und soll an dieser Stelle auch nicht verraten werden.

Ein potentielles Opfer

„Bist nicht reich, bist nicht schön, was willst du hier”, schreien sich die Schauspieler jedenfalls lautstark die Seele aus dem Leib. Wer nicht „reich oder schön” ist, kommt als potentielles Opfer in Frage. „X” (Jasmin Gregorz) steht für die Person, die gemobbt wird und „X” ist deshalb Suizid-gefährdet. Während der „Engel” (Jasmin Rosenkranz) versucht „X” von der Selbsttötung abzuhalten, will der „Teufel” (Marvin Barz) „X” zum Selbstmord überreden.

Sarah Odenkirchen, Alyssa Kleffner, Ann-Christin Welters, Jeanette Wiese, Edith Mayungululu, Marvin Sonntag, Isabell Jansen, Oliver Peters, Lukasz Obst, Jacqueline Engels, Franz Tröster, Amanda Ohlenforst, Christina Streich, Sebastian Kolb und Maitreya Kempen sind die weiteren Darsteller in dem spannenden Theaterstück, das am Montag und Dienstag, 23. und 24. April, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule öffentlich aufgeführt wird. Alle Bürger sind herzlich willkommen.
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