Geilenkirchen - Mit Weihnachtspaketen bedürftigen Menschen das Leben „versüßen”

Mit Weihnachtspaketen bedürftigen Menschen das Leben „versüßen”

Von: g.s.
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Margot Vaßen (l.) und Waltraut Krückel (r.) sowie die vielen anderen Mitarbeiter der Geilenkirchener Tafel konnten sich schon im vorigen Jahr über eine große Anzahl von Weihnachtspaketen freuen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Gerade in diesen Tagen, vor Weihnachten, sehnen sich die Menschen nach Glück, Geborgenheit und menschlicher Zuwendung. Da gibt es aber auch Familien, denen die Sonnenseite des Lebens nicht vergönnt ist und die sich zum Fest einfach nur einen reichlich gedeckten Tisch wünschen.

Da dieser Personenkreis seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft oftmals nicht bestreiten kann, gibt es Einrichtungen, die als Helfer in der Not einspringen. Die Tafeln in unserer Region gehören zu diesen Helfern, die den Menschen die Weihnachtszeit angenehm gestalten möchten. Da ist die Geilenkirchener Tafel, die, vor fast vier Jahren gegründet, viele Bedarfsgemeinschaften mit Lebensmitteln versorgt.

Von Beginn an war hier ein Team von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bemüht, bedürftigen Menschen das Leben ein wenig zu „versüßen”. In die Geilenkirchener Ausgabestelle der Übach-Palenberger Tafel kommen jeden Montag und Donnerstag jeweils rund 80 Familien, die auf die Spenden von Geschäftswelt und Privatleuten angewiesen sind. Die Leiterinnen der Geilenkirchener Tafel, Margot Vaßen und Waltraut Krückel, wissen allerdings auch, dass die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ständig steigt. Waren es anfangs noch 30, so sind es heute schon 254 Familien mit 210 Kindern, die Unterstützung benötigen.

Die Fahrer besorgen die Lebensmittel von den SB-Märkten und Discountern, Bäckereien und Metzgereien aus dem ganzen Kreisgebiet. Private Spenden tragen dazu bei, fehlende Waren zu kaufen und damit den Bedarf zu sichern. „Speziell vor Weihnachten bekommen wir auch Spielzeug und Bekleidung von den Bürgern”, sagt Waltraut Krückel und zeigt sich derzeit zufrieden: „Die Geschäfte sind in letzter Zeit großzügiger geworden, unser Bedarf wird gedeckt.”

Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen betreibt sie derzeit einen Glühwein-Stand am Rewe-Markt in der Geilenkirchener Haihoverstraße. „Wir sind total begeistert von der Bereitschaft des Marktes, uns diese Fläche zur Verfügung zu stellen”, dankt sie dem Marktleiter. Neben Glühwein und Kaffee für 1 Euro gibt es noch Erbsen- oder Gulaschsuppe für 2 Euro. Der Erlös kommt wiederum der Geilenkirchener Tafel zugute.

Schon in den vorigen Jahren haben viele Bürger Weihnachtspräsente für die Kunden der Tafel zusammengestellt. „Da waren es 203 gut bestückte Pakete, größtenteils noch liebevoll dekoriert”, erinnert sich Waltraut Krückel und sieht voller Erwartung der Aktion entgegen, die auch von dieser Zeitung und dem WDR mitgetragen wird. Waltraut Krückel empfiehlt, keine schnell verderblichen Frischwaren in die Pakete zu geben. Schmunzelnd erinnern sich die Frauen der Tafel an die zahlreichen Tauschaktionen zur vorigen Weihnachtsaktion. „Nach der Ausgabe tauschten im Vorraum oder draußen viele Menschen untereinander den Inhalt gegen Waren aus anderen Paketen.” Da wechselten Schweinefleisch gegen Fisch, Käse gegen Brot, Mehl gegen Zucker.

Waltraut Krückel wirbt vehement für die Weihnachtsaktion und erinnert an den Termin 17. Dezember. An diesem Donnerstag kann jedermann das mit Lebensmitteln bestückte Präsentpaket bei der Tafel im Pfarrsaal von St. Josef abgeben, das einen Tag später bedürftigen Menschen zugute kommt.

An- und Ausgabestation ist in Bauchem

Annahme der Pakete ist am Donnerstag, 17. Dezember. In der Zeit von 10 bis 18 Uhr werden sie in den Tafel-Räumen an der St. Josef-Kirche in Bauchem, Im Gang, gesammelt. Tags darauf, am 18. Dezember, erfolgt dort im Zeitraum 10 bis 18 Uhr die Ausgabe der Präsentpakete.

Eine besondere Spende kann die Tafel von der katholischen Kindertagesstätte Mariä Namen aus Gillrath erwarten. Für die rund 45 Kleinen dort gab es jüngst eine Nikolausfeier mit schönen Geschichten und vielen (leckeren) Geschenken. Die Zwei- bis Sechsjährigen wollen die süßen Sachen aber nicht allein für sich behalten, sondern sie mit den Kindern teilen, die auf solche Leckereien meist verzichten müssen. Noch bis Freitag wird in der Tagesstätte gesammelt; dann soll das Paket zur Tafel gebracht werden.
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