Mit Wäscheklammern zu Olympias Ruhm

Von: mabie
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Laufen mit Klompen bereitete den Kindern bei der Familien-Olympiade in Frelenberg keine Probleme und sorgte für mächtig viel Spaß. Bei solcher Gelegenheit konnte vielen Kindern auch die Geschichte des hölzernen Schuhwerks nahegebracht werden. Foto: Markus Bienwald
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So geht das, Mama! Bobby-Car-Fahren wurde gerne der „Großen“ erklärt. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Prompt zeigte sich das Wetter bei der Familien-Olympiade des TuS Rot-Weiß Frelenberg am Freitag von seiner besten Seite. Das war eigentlich auch nicht anders zu erwarten, hieß es augenzwinkernd, schließlich hatten die Aktiven vom Verein alles für einen reinen Spaßtag bestens vorbereitet.

„Beim Klompenlauf sahen viele Kinder zum ersten Mal Schuhe, die vor hundert Jahren ganz normal waren“, sagte Gesamtvereinsvorsitzender Hans Peter Mines. Und er freute sich, dass die jungen Frelenberger keine Probleme hatten, mit den Klompen einen kleinen Hindernisparcours erstaunlich schnell zu absolvieren.

Ergebnis durch Kooperation

Team- und vor allem auch Familiengeist waren bei allen Spielen besonders gefragt. So zum Beispiel beim Schwungtuch-Golf mit dem kleinen Loch in der Mitte: An allen Seiten angefasst, wurden ein paar Tennisbälle so geschickt in Schwung gebracht, dass sie durch das kleine Loch in der Mitte in ein paar Reifen fielen.

Sich gemeinsam schnell so zu koordinieren, dass alles passte, das war für die Mannschaften auch beim Bierkistenrennen vonnöten. Hier zeigte sich, dass vor allem die genaue Zusammenarbeit zu einem guten Ergebnis führte.

„Beim Spiel ,Wäscheaufhängen auf Zeit‘ mussten einige Väter von ihren Frauen zuerst über die Funktion einer Wäscheklammer aufgeklärt werden“, ergänzte Hans Peter Mines lachend. Er gehörte nicht zu dieser Generation, die mit dem manuellen Wäschetrockner nichts anzufangen weiß, aber eben kleine Dinge wie diese waren das gemeinschaftsschaffende an der gesamten Veranstaltung.

Mit einem Laufzettel in der Hand, waren alle Teammitglieder ausgestattet, aber „im Herzen zusammenwachsen“ konnten sie nur mit dem Willen, die Dinge in der Gemeinschaft anzupacken. So wurde das auf dem Trainingsplatz im Stadion an der Teverenstraße etwas staubige Vergnügen des Bobby-Car-Rennens zu einer echten Herausforderung, da wurden auch die in kleinen Frittenschälchen zu transportierenden Tischtennisbälle von einer zur nächsten Station gebracht.

Und wenn einer bei der Aktion, aneinander gebunden über den weichen Rasenplatz zu laufend, stürzte, half der andere gerne weiter. Mehr als 30 Familien und Teams, immer mit vier oder fünf Personen, traten so über vier Stunden lang gegeneinander an und zeigten sich dabei durchaus ehrgeizig, zollten aber immer dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ Respekt.

So gab es am Ende auch kein Siegertreppchen, sondern persönliche Erinnerungsmedaillen und süße Geschenke, Sachpreise und Fußbälle. Zum Abschluss gab es neben einer wirklich tollen und familienfreundlich eingepreisten Verpflegung noch Spaß mit dem fröhlichen Zauberclown „Clownerike“, die eine Geschichte aus dem Koffer erzählte und Zaubersteine verschenkte.

„Auch nächstes Jahr werden wir wieder eine Olympiade anbieten“, schloss Peter Mines nach den tollen Spielen. Natürlich freute er sich auch über vermehrte Anfragen nach Sportmöglichkeiten beim TuS, denn neben ein wenig Mitgliederwerbung stand natürlich auch die Idee im Mittelpunkt, sich zu bewegen. „Man konnte häufig beobachten, welche Freude Kinder hatten, mit Papa einmal Tennisbälle von A nach B zu transportieren oder aber Mama die Funktion eines Bobby-Cars zu erklären“, fügte er lächelnd hinzu.

Nicht verschweigen wollte er aber auch: „Der Bedarf an körperlichen Betätigung war bei vielen Kindern deutlich erkennbar“, sagte Sportmensch Mines, der mit seinem Team an diesem Tag Bewegung und Gemeinschaftsgefühl gleichzeitig förderte.

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