Geilenkirchen - Mit Spannung erwartet: Gelo-Carré öffnet

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Mit Spannung erwartet: Gelo-Carré öffnet

Von: Udo Stüßer
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Bürgermeister Thomas Fiedler
Bürgermeister Thomas Fiedler begrüßte viele Gäste aus Wirtschaft, Handel und Politik zur Eröffnung des Gelo-Carrés. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Mit Spannung und Vorfreude hat ganz Geilenkirchen diesen Tag erwartet.” Bürgermeister Thomas Fiedler sprach wohl allen Anwesenden aus dem Herzen, den Vertretern der Wirtschaft, des Handels und der Politik, unter ihnen auch Landrat Stephan Pusch und Manfred Piana, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandels und Dienstleistungsverbandes Aachen-Düren-Köln.

Acht Jahre lang war das Areal des ehemaligen Extra-Marktes ein echter Schandfleck am Rande der Innenstadt. Am Donnerstag öffnet auf dem etwa 10.000 Quadratmeter großen Gelände an der Herzog-Wilhelm-Straße das Einkaufszentrum „Gelo Carré”, das die Investorengruppe TB Investments inklusive Abriss der alten Gebäude nach einer Bauzeit von 15 Monaten präsentiert. Am Mittwoch wurde es im Kreis geladener Gäste vorgestellt.

Die neue Shoppingmeile biete ein ganz besonderes Einkaufs- und Freizeiterlebnis, betonte Fiedler und bedankte sich besonders bei dem Projektentwickler Albert ten Brinke. „Mit der Eröffnung dieses Einkaufszentrums leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Belebung unserer Innenstadt.” Fiedler begrüßte auch Vertreter der neuen Mieter: „Als Unternehmen der Schwarz-Gruppe belegt Kaufland in Deutschland unter den Top 10 der Lebensmittelhändler mit einem Marktanteil von 12,7 Prozent den vierten Platz. Hier in Geilenkirchen ergänzen Sie das vorhandene Angebot insbesondere vor dem Hintergrund, Kunden wieder vermehrt in die Innenstadt zu ziehen”, sagte er mit Blick auf den Anker-Mieter. Hinter Geilenkirchen liege ein politischer und städtebaulicher Kraftakt, „und wir können mit Fug und Recht behaupten, dass dies der Ausgangspunkt für ein neues Selbstbewusstsein der Einkaufsstadt Geilenkirchen ist.”

Mit der Eröffnung des Einkaufszentrums, der bevorstehenden Einweihung des neuen Bahnhofes und dem Bau der ungarischen Backfabrik im Gewerbegebiet wolle man in eine Aufwärtsspirale kommen. Fiedler hoffte, die ortsansässigen Käufer für die Innenstadt wiederzugewinnen und der Konkurrenz in der Region auf Augenhöhe zu begegnen. „Zum anderen haben wir natürlich auch unsere Nachbarn in den Niederlanden im Blick, die durch das neue umfassende Angebot vielleicht zu einem Einkaufsbummel in unsere Stadt zu locken sind.” Fiedler ist sich sicher, „dass das Gelo-Carré zur Belebung des hiesigen Einzelhandels beitragen wird und unserem Ortszentrum neue Impulse geben wird.”

Projektentwickler Albert ten Brinke, wies auf die schwierige Ausgangslage hin. „Manchmal war ich so weit, das Handtuch zu werfen. Die Eigentumsverhältnisse waren schwierig, die Grundstücksverhandlungen zäh”, erinnerte er an die Anfänge. Aber: „Heute blicken wir auf ein wirtschaftlich und städtebaulich repräsentatives Einkaufszentrum in exponierter Lage”, freute sich der bundesweit tätige Projektentwickler, Bauunternehmer und Investor.

Jürgen Faltenbacher, Expansionsmanager von Kaufland, lobte die „immense Leistung, die Flexibilität und die Weitsicht” von ten Brinke und die Magnetwirkung des neuen Shopping-Centers.

Die gesamte Verkaufsfläche des „Gelo-Carrés” beläuft sich auf rund 5500 Quadratmeter, wovon alleine der Ankermieter Kaufland rund 3500 Quadratmeter einnimmt. Weitere große Mieter sind unter anderem DM mit einer Verkaufsfläche von etwa 570 Quadratmetern und Deichmann mit etwa 440 Quadratmetern.

Seit Jahren schon sollen das Einkaufszentrum und die Innenstadtsanierung Grundlage für eine Erfolgsstory sein und Kaufkraft in die Innenstadt lenken. Dass noch Kaufkraft der Bevölkerung gebunden und Käufer von außerhalb angezogen werden können, zeigt eine Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Aachen auf der Grundlage von Daten der Gesellschaft für Konsumforschung: Die Kaufkraft blieb im Jahre 2009 nicht zu 100 Prozent am Ort. Die IHK Aachen hat für Geilenkirchen einen Einzelhandelszentralitätswert von 78,7 Prozent ermittelt. Eine Kennziffer von mehr als 100 sagt aus, dass ein Kaufkraftzufluss stattfindet, eine Kennziffer von kleiner als 100 bedeutet, dass es einen Kaufkraftabfluss gibt.

Mehrere Investoren waren in den vergangenen Jahren am Start, verhandelten mit der Stadt Geilenkirchen, mit der damaligen Eigentümerin aus Köln, der JCB Immobilien GmbH, und mit anliegenden Grundstückseigentümern. Einer der Investoren, die Immobilien-Treuhand-Gesellschaft Düsseldorf, war sogar sehr weit fortgeschritten mit ihren Planungen zum Bau eines Einkaufszentrums und Verhandlungen mit Eigentümern und Mietern. Die ITG wollte hier ein Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von über 10.000 Quadratmetern schaffen, im Mai 2009 erklärte sie den Rücktritt von dem Projekt.

Im vergangenen Jahr hat die Investorengruppe TB Investment, ein niederländisches Projekt-Entwicklungsunternehmen, das 10.000 Quadratmeter große Grundstück gekauft, die alten Gebäude abgerissen und das Einkaufszentrum entwickelt. Es ist barrierefrei, behindertenfreundlich und altersgerecht.

Die Rollbänder sind so breit, dass sie problemlos mit einem Rollator, Rollstuhl und Kinderwagen genutzt werden können. Allein durch die Eröffnung von Kaufland in Geilenkirchen wurden mehr als 80 Arbeitsplätze geschaffen, im DM-Drogerie-Markt sind es 15. Bisher verfügt das Gelo-Carré nur über einen Zugang von der Herzog-Wilhelm-Straße aus; im Frühjahr 2012 wird ein zweiter Zugang von der Konrad-Adenauer-Straße geschaffen. Diese zusätzliche Anbindung des Einkaufszentrums an die Konrad-Adenauer-Straße ist für die Belebung der Innenstadt von großer Bedeutung. Die Geilenkirchener Familie Davids hat im April 2010 die Eisenjansen-Gebäude und dazugehörige Grundstücke gekauft. Hier wird derzeit eine Geschäftspassage errichtet, die direkt an das Einkaufszentrum angeschlossen ist. Hier entstehen weitere Einzelhandelsflächen von etwa 1900 Quadratmetern.
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