Mit dem Defibrillator werden Bürger im Notfall zu Lebensrettern

Von: defi
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Die Löscheinheit Prummern hatte zu einem Schulungs- und Übungsabend zur Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Verwendung eines Laiendefibrillators in den neuen Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses eingeladen. Foto: Dettmar Fischer

Geilenkirchen-Prummern. Die Löscheinheit Prummern der Freiwilligen Feuerwehr hatte kürzlich ihren Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses eingeweiht. In diesem Rahmen haben die Wehrleute einen durch Spenden finanzierten, automatisierten externen Defibrillator (AED oder Laiendefibrillator) angeschafft. Der AED ist am Feuerwehr-Gerätehaus in der Brüllschen Straße für jeden Bürger und zu jeder Zeit zugänglich.

Ein AED ist ein wichtiges Hilfsmittel im Rahmen der Ersten Hilfe und kann, wenn er richtig eingesetzt wird, die Überlebenschancen eines Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich erhöhen. Um die Nachhaltigkeit der AED-Anschaffung weiter zu fördern, hatten die Kameraden der Löscheinheit Prummern zu einem Schulungs- und Übungsabend zur Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Verwendung des AEDs in den neuen Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses eingeladen. So wird jeder Bürger im Notfall zum Lebensretter.

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Doch die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich ist alarmierend gering. In Deutschland beginnen in nur 15 Prozent der Fälle Laien vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen sind einfach. Jeder kann es, lautet das Credo der Löscheinheit Prummern, die durch ihr Engagement die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren möchte. Wenn nach einem Herzstillstand nicht innerhalb von drei bis fünf Minuten einfache Maßnahmen (vor allem die Herzdruckmassage) durchgeführt werden, dann ist ein Überleben unwahrscheinlich.

Der Rettungsdienst benötigt meist mehr als fünf Minuten, um nach einem Herzstillstand direkt beim Betroffenen zu sein. Eine schnelle Erste Hilfe in Form einer Herzdruckmassage durch Laien ist somit überlebensnotwendig.

Die Kameraden der Löscheinheit Prummern bilden sich jährlich in Erster Hilfe und insbesondere in der Herz-Lungen-Wiederbelebung fort. Um auch der Prummerner Bevölkerung eine optimale Laienreanimation zu ermöglichen, wurden 28 Prummerner Bürger durch die ehrenamtlichen Ausbilder Dr. Ralf Hausmann (Löscheinheit Prummern) und Dirk Fiegen (Notfallmedizin Fiegen, Geilenkirchen) unterrichtet und in praktischen Maßnahmen an fünf Übungspuppen intensiv geschult. Die Kameraden der Löscheinheit Prummern Melanie Steegers und Franz-Josef Alshut unterstützen die Ausbilder bei der Vermittlung der praktischen Fertigkeiten.

Insgesamt sind derzeit bereits über 60 Prummerner Bürger in Herz-Lungen-Wiederbelebung und Verwendung des AEDs geschult worden. Im Notfall können die Ersthelfer durch den Disponenten der Rettungsleitstelle, die unter 112 erreichbar ist, zur Laienreanimation angeleitet werden. Hierdurch lassen sich Unsicherheiten überwinden.

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