Übach-Palenberg - Mischbestand gegen Pappellücken

Mischbestand gegen Pappellücken

Von: Markus Bienwald
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Der ungewöhnlich reiche Schneefall verwandelte einige Waldabschnitte in Ubach-Palenberg in herrliche Winter-Wunderländer. „Wald” ist aber auch ein Wirtschaftsfaktor, der sich mit Einnahmen und Ausgaben erläutern lässt. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Der ungewöhnliche Schneereichtum zu Beginn dieses Jahres hat viele Menschen wieder in die Natur gelockt. Und ganz junge Übach-Palenberger ließen sich auch gern im Schlitten hinter ihren Eltern und Großeltern herziehen.

Vor allem in den dünn gesäten Waldgebieten der ehemaligen Zechengemeinde waren Wanderer, Hundefreunde und „Dirtbiker” nun nicht mehr allein. Was den Wald in Übach-Palenberg ausmacht, stellte auch Wolfgang von der Heiden vom Regionalforstamt Rureifel/Jülicher Börde im Bau- und Umweltausschuss vor.

„Übach-Palenberg hat relativ wenig Waldanteil, viel weniger als im Bundesdurchschnitt”, erklärte der Forstexperte. So gebe es hier nur rund zehn Prozent Wald, während es bundesweit rund 30 Prozent seien.

Als Grund dafür führte der Forstamtmann die großen Einschläge vor allem während des Zweiten Weltkrieges an, als Übach-Palenberg zur heftig umkämpften Frontzone zählte. Die Aufforstungen seien umfänglich erst vor weniger als 40 Jahren begonnen worden, so dass etwa Dreiviertel des Waldes auf städtischem Gebiet in etwa in diese Altersphase passen.

Ein gleich großer prozentualer Anteil ist in der Scherpenseeler Heide angesiedelt, die mit 75 Hektar den Löwenanteil des rund 100 Hektar umfassenden Stadtwaldes ausmache. Dennoch müsse auch in diesem Jahr die Pflege des Waldes fortgeschrieben werden. Hierbei bewegt sich der Ansatz in etwa auf dem Niveau der Vorjahre und schließt mit Kosten von 26.573 Euro bei Einnahmen von 15.250 Euro ab. Den Großteil der Kosten macht eine Maßnahme in der Heide aus.

Dort wird für rund 16.400 Euro ein inzwischen lückenhafter Balsampappel-Bestand durch einen Buchen-Eichen-Mischbestand ersetzt. Auf Waldschutzmaßnahmen und Jungbestandspflege entfallen je weitere 1000 Euro, die Wegeunterhaltung ist mit 6500 Euro angesetzt, Betriebsmaßnahmen und Naturschutz nehmen rund 1700 Euro in Anspruch. „Das sind umgerechnet rund 1,1 Cent pro Quadratmeter Wald. Ich denke, da sind wir gnadenlos günstig”, hob Wolfgang von der Heiden zu diesem Punkt hervor. Die Einnahmen hingegen setzen sich zusammen aus dem Holzverkauf und den so genannten „Ökopunkten”. Sie summieren sich auf insgesamt 15.250 Euro. Der Ausschuss nahm das Ergebnis zustimmend zur Kenntnis.
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