Mehrgenerationenhaus: Im täglichen Einsatz für den Gemeinsinn

Von: mabie
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Ratsvorsitzender Wolfgang Jungnitsch (l.) freut sich mit der Schar der MGH-Freiwilligen über das Geleistete und den unermüdlichen Einsatz für das soziale Leben. Foto: mabie
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Unermüdlich im Hintergrund tätig, wie viele ihrer Mitstreiter: Petra Simons nimmt die Ehrung von Wolfgang Jungnitsch entgegen.

Übach-Palenberg. Es ist eine kreisweit einzigartige Einrichtung, das Mehrgenerationenhaus (MGH) am Palenberger Bahnhof. Dort, wo einst viele tausend Menschen täglich in Züge stiegen, um ihrer Arbeit vor allem in der Textilindus­trie oder im Bergbau nachzugehen, ist nach dem Wegfall und grundlegenden Umbau des ehemaligen, zeitweise arg verfallenen Bahnhofsgebäudes ein modernes Zentrum entstanden, das aber ohne das Engagement von Menschen in der Stadt nur eine leere Hülle geblieben wäre.

Daran erinnerte auch Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch bei der Ehrung der Ehrenamtler am Freitagabend. „Heute ist zwar nicht internationaler Tag des Ehrenamtes, denn der ist immer am 5. Dezember, dennoch möchte ich Sie heute für Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten ehren“, begann er.

Manchmal, betonte der Ratsvorsitzende, könne in der heutigen Gesellschaft der Eindruck entstehen, das selbstlose Tun für andere stünde nicht hoch im Kurs. „Vielleicht entsteht dieser Eindruck nur deshalb, weil über den unspektakulären täglichen Einsatz für andere oder für eine gute Sache nur selten berichtet wird“, sagte Wolfgang Jungnitsch.

Die Gesellschaft könne „ohne Menschen wie Sie“ nicht funktionieren, vor allem im sozialen Bereich. Viele Menschen stünden alleine da, wenn es den täglichen Einsatz für Solidarität und Gemeinsinn nicht gebe. Dies werde in besonderem Maße im Übach-Palenberger MGH deutlich, in dem die freiwillige Übernahme von Verantwortung für die Gesellschaft an der Tagesordnung ist.

Mit den Worten Erich Kästners „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ ging der Erste Bürger der Stadt zu den Ehrungen über. Dabei empfingen die Freiwilligen nicht nur eine persönliche Dankurkunde, sondern auch ein kleines Präsentpaket mit süßen Leckereien und einem feinen Tröpfchen. Natürlich wurden auch die zahlreichen Kooperationspartner aus dem öffentlichen und privaten Bereich ausdrücklich mit in die Ehrung eingeschlossen, denn ohne sie wären viele Dinge einfach nicht umsetzbar, hieß es.

Honorige Liste

Die Ehrenamtler im Jugendzentrum sind Andreas Hirscher, Frederik Mäntz, Julian Mäntz, Lisa Fischer, Dana Kaußen, Romina Fojut, Larissa Meuwissen, Nadine Moosmann, Susanne Heinen, Chantal Karos, Daniel Koschmann, Fabian Kick, Heike und Berthold Koerver, Monika und Helmut Böhm, Sibille und Norbert Krämer, René Dalmisch und Cornelia „Conny“ Roller.

Ehrenamtler im Seniorenzen­trum sind Rita Stöber, Klara Steimer, Ursula Czysszcczon, Cilly Diehl, Hedi Lührs, Gerti Windeck, Maria Haese.

Ehrenamtler beim „Runden Tisch“ sind Hubert Schippers, Manfred Rosen, Roswitha Hufnagel, Georg Schneider, Wiegand Freier, Manfred Schneider, Artur S. Wörthmann, Heinz Paulsen, Helmgard Anders, Eheleute Massing, Gisela Ronkartz, Elvira Langer.

Kooperationspartner sind: Projekt Gangway, Tagesgruppe „Die Brücke“, Pro Multis, die AWO-Familienzentren, die Ganztagsschulen in Boscheln, Palenberg und Scherpenseel, Comeniusschule, AWO-Kreisverband Heinsberg, Gesamtschule Übach-Palenberg, Neuapostolische Kirche, Türkisch-Islamische Gemeinde, Evangelische Kirchengemeinde, Katholische Kirchengemeinde, Hospizbewegung Camino, Alten- und Pflegeheim St. Josef Übach, St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen, Verein für Denkmalschutz und Landschaftspflege, KG „Lustige Marienberger Jekken“, KG „Scherpe-Bösch-Wenk“, KG „Frelenberger Esel“, Stadtbücherei Übach-Palenberg.

Ein „Wunschopa“ sollte beim offiziellen Startschuss am 7. Juni 2008 auch bald zum Service des MGH Übach-Palenberg gehören. Doch das gibt es bislang nicht, dafür eine ganze Menge anderer, generationenüberspannender und vor allem ehrenamtlich getragener Angebote an Beratung, Betreuung, Dienstleistungen, Essen, Kultur, Bildung, Begegnung oder Freizeitgestaltung vielfältige Möglichkeiten.

So lobte der damalige Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll neben dem Einsatz der Organisatoren hinter dem MGH schon damals vor allem die Initiative der Ehrenamtlichen.

Und Landrat Stephan Pusch sah im MGH auch eine Chance, den oft beschworenen „Kampf der Generationen“ gar nicht erst beginnen zu lassen: „Dieses Haus betont gerade das Gemeinsame, gerade das ist auch zielführend.“

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