Übach-Palenberg - Mehrgenerationenhaus: Hospizdienst „Camino“ gibt Zertifikate aus

Mehrgenerationenhaus: Hospizdienst „Camino“ gibt Zertifikate aus

Von: mabie
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Beisitzer Helmut Grundmann, die stellvertretende Vorsitzende Traude Peters, Vorsitzende Renate Kaspar und Kursleiterin Judith Kemmerling freuten sich gemeinsam mit den Kursteilnehmern Melanie Hafers-Weinberg, Elvira Keuter, Semira Karan, Jacqueline Marks, Irmgard Treuling, Kassiererin Brigitte Stevens, den Kursteilnehmern Gisela Drews, Ingrid Weber, Heike Verlande, Heinz Zwirbel, und der zweiten Kursleiterin Monika Meinhold (v.l.) über die Zertifikate. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) am Palenberger Bahnhof ist nicht nur eine kreisweit einzigartige Einrichtung. Hier bündeln sich auch viele Angebote für Jugendliche, Senioren und Interessierte jeden Alters, die fern jeder Lobbyarbeit als unbürokratische Ansprechpartner vor allem für hilfesuchende Menschen bereitstehen.

So ist seit einiger Zeit auch der ambulante Hospizdienst „Camino“ in den Räumen des MGH zu finden. Nun wurden vor Ort die Teilnehmer des Zertifizierungskurses zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter verabschiedet. Wobei „Abschied“ nur symbolisch zu verstehen war, denn einige der Menschen, die sich unter Anleitung von Monika Meinhold und Judith Kemmerling in 120 Stunden weitergebildet haben, bleiben der Hospizbewegung erhalten.

„Die Teilnahme an diesem Kurs dient dem Erwerb von Grundkenntnissen in der psychosozialen Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und deren Angehöriger“, sagte Vorsitzende Renate Kaspar dazu. In 80 Stunden Theorie und 40 Stunden in der Praxis nahmen Semiha Karan, Irmgard Treuling, Jacqueline Marks, Heike Verlande, Heinz Zwirbel, Ingrid Weber, Gisela Drews, Melanie Hafers-Weinberg Ehrenamtler von Camino: Elvira Keuter, Renate von Birgeln, Käthe Drießen die anspruchsvolle ehrenamtliche Aufgabe in Angriff und meisterten sie auch in Momenten, die vielleicht nicht leicht zu durchstehen waren. „Hier war der Austausch mit Menschen hilfreich, die schon länger bei uns ihrem selbst gewählten bürgerschaftlichen Engagement nachkommen“, betonte Judith Kemmerling.

Die Inhalte drehten sich insbesondere um die Eigen- und Fremdwahrnehmung der Teilnehmer. „Es ging um das Erkennen der eigenen Stärken, dem Ausloten von Grenzen und Schwächen sowie der direkten Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer“, so Kemmerling weiter. Vor allem die biografische Arbeit mit den Themen, dazu viele Gespräche und das Erlernen und Erleben von Gesprächssituationen, die so oder ähnlich künftig immer wieder auf die Absolventen zukommen werden, standen auch auf dem Plan. „Aber auch das grundsätzliche Konzept der Hospizarbeit, Aspekte der Sterbebegleitung und praktische Übungen zur Palliativpflege gehörten dazu“, schloss Judith Kemmerling.

Zudem wurde auch der Umgang mit Sterben und Tod im Christentum und Islam beleuchtet. Auch wichtige Punkte von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, der Umgang mit dementiell erkrankten Menschen oder auch die Allianz von Naturheilkunde und Onkologie wurden im umfassenden theoretischen Teil berührt.

Im praktischen Teil wurden Fälle besprochen oder in Hospiz, Altenheim und auf der Palliativstation Beispiele aus der Praxis aufgezeigt. „Beide habt ihr es überzeugend verstanden, uns bei den ernsten und sensiblen Themen der ehrenamtlichen Sterbebegleitung auf unsere zukünftigen Aufgaben gefühlvoll“, lobte und dankte Teilnehmer Heinz Zwirbel, „und nachhaltig einzustimmen.“

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