Übach-Palenberg - Mehrgenerationenhaus: Eine Brücke, die Jung und Alt vereint

Mehrgenerationenhaus: Eine Brücke, die Jung und Alt vereint

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:
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Spiele dienen der Kommunikation: Doris Linden-Mahr, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Ubach-Palenberg, bringt Jung und Alt beim Spielefest, einem der vielen Angebote, an einen Tisch. Foto: Windelen

Übach-Palenberg. Es verdient den Namen, der zugleich Programm ist: Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Übach-Palenberg schlägt Brücken zwischen Jung und Alt.

Das kombinierte städtische Jugend- und Seniorenzentrum wurde im Juli 2002 im umgebauten und erweiterten Bahnhofsgelände in Betrieb genommen. Mit Förderbescheid vom 15. Dezember 2007 wurde das MGH als erste und bislang einzige Einrichtung ihrer Art im Kreis Heinsberg anerkannt.

Zum überwiegenden Teil refinanziert werden die laufenden Kosten über Zuwendungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Allerdings nur befristet. Der Förderzeitraum für das MGH endet am 30. September 2012 - also in gut anderthalb Jahren. „Die maximale Förderdauer von fünf Jahren und der maximale Förderbetrag von 200.000 Euro sind dann erreicht beziehungsweise ausgeschöpft”, erklärt Doris Linden-Mahr, Diplom-Sozialpädagogin und Leiterin des MGH.

Freiwilliges Engagement

Die Förderung kann um ein Jahr verlängert werden, die Ausschreibung erfolgt Mitte Juni - allerdings sind die Förderschwerpunkte dann anders gewichtet. „Alter und Pflege, Integration und Bildung, haushaltsnahe Dienste sowie freiwilliges Engagement werden dann auf der Agenda stehen”, weiß Doris Linden-Mahr bereits. Doch wie hoch die Fördersumme sein wird, steht noch in den Sternen.

Das Mehrgenerationenhaus lebt von den Fördermitteln. Doch was, wenn eines Tages die Quelle versiegt? Über weitere Möglichkeiten, auch über ein privates Sponsoring müsste gegebenenfalls neu nachgedacht werden. „Die Gelder sind im MGH gut investiert, wenn man bedenkt, dass hier Bemerkenswertes geleistet wird”, sagt Doris Linden-Mahr.

„Wir setzen derzeit die Schwerpunkte des laufenden Förderprogramms um. Das sind generationenübergreifende Angebote wie etwa Kochduell oder Spielefest, das sind die offenen Tagestreffs wie Frühstück oder Erzählcafé, das ist die Kinderbetreuung nach der Schule, das ist die Informations- und Dienstleistungsdrehscheibe vor Ort wie Sozialpädagogische Familienhilfe, und das ist das bürgerschaftliche Engagement unter Einbeziehung der Unternehmen bzw. der lokalen Wirtschaft”, reiht sie eine lange Liste auf. Auch wenn das neue Förderprogramm aufgelegt werden sollte, wird das MGH weiterhin in bewährter Form als Brückenbauer zwischen Jung und Alt, im Schulterschluss zwischen Jugendzentrum und Seniorenzentrum aktiv sein und die generationenübergreifenden und familienergänzenden Maßnahmen vorhalten.

Arbeit trägt Früchte

„Die Arbeit des MGH trägt Früchte”, kann Doris Linden-Mahr schon jetzt, quasi als Zwischenbilanz, konstatieren und liefert ein Beispiel: „Beim Spielefest etwa am 11. Juli werden Kinder, Eltern, Oma und Opa gemeinsam an den Tischen sitzen. Und die Kochduelle erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Man sieht: Das Interesse an Begegnung, an Kommunikation, ist da und es wächst.”

Nicht nur räumlich, sondern auch thematisch sind Jugend- und Seniorenzentrum unter einem Dach. Die Vernetzung aller Angebote und aller Nutzer ist auf einem guten Weg. Naturschutzbund, Kolpingfamilie, VdK, Computerclub, Kreuzbund, „Senioren helfen”, Eltern, SPD 60plus, Bingo-Gruppe, Jugendforum, „Frauen nach Krebs”, Klöppelgruppe, die Fördervereine beider Zentren (Funtasie und Senioren im Zentrum) - sie alle setzen sich an den Runden Tisch und überlegen, wie sie in ihrer Gesamtheit ein „Konzept der vielen Möglichkeiten” basteln können. Das MHG soll, erklärt dessen Leiterin, Soziotop sein für eine Art altersgemischte Großfamilie, in der Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten ausgetauscht werden. Jeder soll Chance und Raum haben zur aktiven Teilhabe.

Quasi eine Patchwork-Familie

Und dafür, dass es in der Übach-Palenberger Patchwork-Familie der besonderen Art auch reibungslos funktioniert, tragen Diplom-Sozialpädagogin Doris Linden-Mahr, ihre drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen sowie drei Praktikant(inn)en Sorge. „Doch allein”, gesteht Doris Linden-Mahr, „allein ohne die insgesamt 30 freiwilligen Helfer und Helferinnen, die auf Abruf und in Notlagen bereitwillig zur Stelle sind, wäre das Unternehmen MGH nicht zu schultern”.
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