Radarfallen Blitzen Freisteller

Mehr Platz für Brot und Süßes

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
4494893.jpg
Am Rand der Stadt Übach-Palenberg im Gewerbegebiet Holthausen ist seit 2009 der große Komplex von Schokoladen- und Backwarenherstellung gewachsen. Und schon gibt es Anlass zu Erweiterungen.
4494908.jpg
Freuen sich auf die kommende Erweiterung der Großbäckerei: (v.l.) Helmut Mainz, Walter Pötter, Wolfgang Jungnitsch, Jörg Aldenkott, Jürgen Esser und Hans-Peter Gatzen. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Mit Blick auf die Schokoladen- und Backfabrik verkündete Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch einen neuen Slogan für die Stadt: „Übach-Palenberg – in aller Munde“. Der Satz passte zum Anlass der Zusammenkunft von Vertretern der an dem gewaltigen Industriekomplex im Stadtteil Holthausen beteiligten Unternehmen mit den städtischen Vertretern.

Die Stadt vertraten Verwaltungschef Wolfgang Jungnitsch, Dezernent Hans-Peter Gatzen und Helmut Mainz, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung. Walter Pötter, Mitglied der Unternehmenstreuhand der Firma Lidl, sowie Jörg Aldenkott, Gesamtverantwortlicher der SBG-Produktionsbetriebe, und Jürgen Esser, Geschäftsführer der Infrastrukturgesellschaft Sindra und damit zuständig für den Standort Übach-Palenberg, stellten im Rathaus die Pläne für den Erweiterungsbau der Bonback GmbH & Co. KG vor.

Nach der Inbetriebnahme der im März 2009 mit Spatenstich gestarteten Baumaßnahme Solent GmbH & Co. KG (Schokoladenfabrik) im Oktober 2010 und der im Frühjahr 2011 begonnenen Bauarbeiten für eine moderne Großbäckerei, der Bonback GmbH & Co. KG, steht jetzt die Erweiterung des Backwarenbetriebs an. „Spätestens im Januar 2013 werden wir Brote und Brötchen aus Übach-Palenberg bekommen“, versprach Jörg Aldenkott.

Auf einer Grundfläche von weiteren 10.000 Quadratmetern entsteht im Anschluss an die bereits bebauten 20.000 qm eine Halle, die den bestehenden Gebäuden an der David-Hansemann-Straße vorgelagert wird. „Die Fassade wird sehr ansehnlich gestaltet, das wird ein Schmuckstück“, freute sich Jörg Aldenkott. Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch war begeistert von der riesigen Fotomontage des Gebäudeensembles der Schokoladenfabrik und der Großbäckerei. „Hierbei handelt es sich um die derzeit größte Baustelle in Nordrhein-Westfalen“, sagte der Bürgermeister, der diese Tatsache beim Land recherchiert hatte. Er dankte besonders Walter Pötter, den Initiator rund um die Produktionen der Unternehmensgruppe in Übach-Palenberg.

Im Schokoladen- wie auch im Backsegment wird ausschließlich für das Handelsunternehmen Lidl produziert. Der Ratsvorsitzende freute sich, dass Walter Pötter als „Kind der Stadt Übach-Palenberg“ sich so sehr für seine Heimat engagiere. „Früher haben wir die Milch bei Bauer Pötter gekauft“, erinnerte sich der Bürgermeister. Viele Kommunen würden sich um solche Betriebe reißen, war er sich sicher, und in Übach-Palenberg sei so ein Projekt nun Realität.

Die bestehenden Gebäude seien bereits ausgelastet und böten 200 Beschäftigten einen Arbeitsplatz, erläuterte Walter Pötter. „Ich habe schon immer gesagt, dass ich Arbeitsplätze in Übach-Palenberg schaffe“, so der Initiator. Wenn der dritte Bauabschnitt fertiggestellt sei, könnten im Jahr 2014 rund 400 Menschen hier Arbeit finden: „Das ist schon fast Carolus-Magnus-Ersatz“.

Für die Expansion würden Fachkräfte für den Bäckerei- und Süßwarenbereich sowie Lebensmitteltechniker, Mechatroniker, Elektriker, Industriemechaniker, Schlosser, Oecotrophologen und Fachkräfte für Logistik benötigt. Hierbei handele es sich um „krisenfeste Arbeitsplätze“, weil die hier gefertigten Produkte immer gebraucht würden, hieß es. Helmut Mainz fügte hinzu, dass sich die Stadt bemühe, Wohnraum für die Mitarbeiter zu schaffen, damit sie in Übach-Palenberg eine Heimat fänden.

Die Produktionsstraße schafft derzeit 1050 Tafeln Schokolade pro Minute. Der Absatzmarkt betrifft im Radius Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande; in diesem Vierländereck leben 60 bis 70 Millionen Menschen. Der Standort Übach-Palenberg liege da logistisch sehr günstig, betonte Walter Pötter und ließ durchblicken, dass auch die Produktionsstraße in der Schokoladenfabrik erweitert werde und dort weitere 40 Arbeitsplätze entstünden.

„Hier haben wir die modernste Produktionsstätte für die Herstellung von Schokolade errichtet und neueste hygienische Vorschriften umgesetzt“, so Walter Pötter. Die Maschinen hierfür seien von den Mitarbeitern mitentwickelt worden, Anforderungen der Unternehmensgruppe wären dabei mit eingeflossen.

Das größte Gebäude im Ensemble weist eine Höhe von 21 Metern auf. „Der vorgestellte Entwurf für den Neubau setzt architektonische Akzente“, sagte Jörg Aldenkott. So wird der Erweiterungsbau zur Straßenseite mit durchgehenden Fensterbändern und vollverglasten Treppenhäusern ausgestattet. Walter Pötter bezifferte die Investitionskosten bei Fertigstellung aller Bauabschnitte mit rund 350 Millionen Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert