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Mehr Mobilität für den Kindergarten Birgden

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:

Gangelt-Birgden. Der Antrag auf Einrichtung von zwei Gruppen für die ganz Kleinen ist zwar noch nicht genehmigt, aber Polizei und Feuerwehr sind schon mal da. In den Birgdener Kindergarten St. Urbanus kommt Bewegung.

Die Zukunft der Tagesstätte mit zwei stabilen Betreuungseinheiten für unter dreijährige Kinder veranlasste auch den lokalen Aktionskreis zur Mobilität: Aus dem Erlös der jüngsten Martins-Verlosung wurde Spielgerät angeschafft und nun dem Kindergarten übergeben.

Auf das Jahr 1952 geht die Gründung der ehemals kirchlich getragenen Tagesstätte zurück. Die Pfarre, der Kirchenvorstand, verwaltet nun noch die Gebäude. Die gesamte Administration hat der freie Trägerverein Pro Multis mit Jahresbeginn übernommen.

Der Kindergarten aber bleibt ein Stück lebendiger Ortsmitte. Eher unauffällig am Großen Pley gelegen, vollzieht sich hinter dem besonders gesicherten Gittertor jede Form notweniger Modernität. Bis 1970 waren Kindergarten und Jugendheim eine - tageszeitlich getrennte - Einheit. In nur einem Raum untergebracht. Für bis zu hundert Kinder, damals.

Zwei große Bauabschnitte

Mit dem Neubau nach 1970 hat sich vieles verändert. Zunächst entstanden zwei Gruppenräume mit weiteren Flächen fürs Sanitäre und für Gymnastik. Anfang 1992 wurden die angebauten Zimmer für die Gruppen 3 und 4 übernommen. Kita-Leiterin Marion Drews und ihre neun Kolleginnen - davon drei Pflegekräfte - betreuen nun rund 90 Kinder aus dem Ort und dem weiteren Einzugsbereich Kreuzrath.

Die Entwicklung bleibt nicht stehen. Vierzig Jahre lang hat sie „offiziell” Heinrich Aretz mitgeprägt. Der Alt-Ortsvorsteher von Birgden bleibt auch ohne operative Funktion rein ehrenamtlich dem Kindergarten eng verbunden. Die Menschen, die sich für die Urbanus-Tagesstätte einsetzen, sind ihm nah. Die Erzieherinnen aus der langen gemeinsamen Zeit beispielsweise hat Heinrich Aretz für einen der kommenden Abende zum Essen ins Restaurant eingeladen.

Da werden die zu erwartenden Veränderungen im Kindergarten ein Stichwort sein. Zurzeit sind acht Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren dort untergebracht. Es sollen mehr werden. Die nun auch vom Land Nordrhein-Westfalen begleitete „U-3-Betreuung” in den Kitas möchte man in Birgden mit zwei Gruppen zu je sechs Kindern umgesetzt sehen. Die reale Zuteilung liegt bei der Kreisverwaltung.

Antrag ist unterwegs

Besondere Ruhe- und Wickelräume sind für diese Kita-Form verpflichtend. In Antragsform sind die Umbaupläne seit September vorigen Jahres auf dem Dienstweg. Der Breberener Architekt Leo Rulands weiß um die Antragsflut in Sachen U-3-Betreuung, hofft aber auf baldige Zustimmung zum rund 246.000 Euro teuren Projekt inklusive der etwa 12.000 Euro teuren Neueinrichtung der 480 Quadratmeter umfassenden Erweiterung. Von der größtenteils vom Land zu tragenden Summe Summe hat der Kita-Träger etwa 30.000 Euro zu finanzieren.

Funktionelles Spielzeug

Den Kindern selbst wird die Zeit bis dahin nicht lang. Seit ein paar Tagen stehen formschöne Dreirädchen mit „Polizei” oder „Feuerwehr”-Schildchen sowie rustikale Frontlader aus der Bobbycar-Generation in der Urbanus-Tagesstätte. Das verlockende Spielzeug, das auch als „Bewegungsmaterial” anerkannt ist, erfüllt eine vorbeugende Funktion. „Wir möchten ganz früh für ausreichende Bewegungsmöglichkeiten in unserem Kindergarten sorgen”, sagt Marion Drews mit Dank für die Spende. „Denn auch im U-3-Bereich wollen wir körperliche Aktivität fördern.”

Dass dieser Wunsch im Haus wie auch auf der geräumigen Außenanlage umgesetzt werden kann, dafür sorgte jetzt die Stiftung des Aktionskreises, dem Zusammenschluss Birgdener Geschäftsleute und Sponsoren. Vorsitzender und Ortsvorsteher Stefan Palloks überbrachte das Material. Rund 900 Euro kamen dafür beim verkaufsoffenen Sonntag zusammen. Das reichte, sogar für Feuerwehr und Polizei auf drei Rädchen.
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