Mehr Einsätze und weniger Feuerwehrleute

Von: Georg Schmitz
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Der Großbrand des städtischen Hallenbades war das intensivste Brandereignis der vergangenen 50 Jahre und beschäftigte die Geilenkirchener Feuerwehr mehrere Tage. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Zerstörung des städtischen Hallenbades durch ein Großfeuer am 2. April 2013 war das intensivste Brandereignis der vergangenen 50 Jahre. Dies schlägt sich auch nieder in der Statistik der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen, die der Leiter der Wehr, Stadtbrandinspektor Michael Meyer, jetzt vorstellte.

Demnach wurde die Geilenkirchener Feuerwehr im vergangenen Jahr zu 226 Schadensereignissen alarmiert. Das sind acht Einsätze mehr als ein Jahr zuvor. Die Kameradinnen und Kameraden hatten 64 Brandeinsätze zu bewältigen. Dazu zählten neben den beiden Großbränden Hallenbad und einer Scheune in Prummern auch 16 mittelschwere Brände sowie 46 kleinere Feuer. Hinzu kamen fünf Fehlalarme und zwölf Alarme durch das Auslösen von Brandmeldeanlagen infolge äußerer Einwirkungen oder technischer Defekte. Den größten Teil des Einsatzaufkommens machten 145 technische Hilfeleistungen aus.

Darunter fielen die Befreiung von eingeklemmten Personen bei acht Verkehrsunfällen, 60 Beseitigungen von Ölspuren und auslaufenden Flüssigkeiten, Sturm-, Wasser-, Gas- und Tierrettungseinsätze sowie Unterstützungen des Rettungsdienstes mit der Drehleiter. Bei den Einsätzen zogen sich fünf Feuerwehrkameraden leichte Verletzungen zu. Die Zahl der aktiv zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte beläuft sich zum Stichtag 31. Dezember des vergangenen Jahres auf 263 (ein Jahr zuvor noch 273) Feuerwehrleute, davon neun Frauen. Die Mannschaftsstärke der aktiven Abteilung hat sich so innerhalb von sieben Jahren von 316 (2007) um 53 Kameraden verringert.

Besonders am Tag kann sich der Personalmangel auswirken, weil viele der freiwilligen Helfer außerhalb der Stadt arbeiten und dann nicht zur Verfügung stehen. Dem Problem wirkt die Geilenkirchener Wehr entgegen, indem die ehrenamtlich tätigen Kräfte bei Bränden oder anderen Gefahrenlagen löscheinheitsübergreifend alarmiert werden.

In den vergangenen Jahren gab es einige strukturelle Veränderungen innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr. So wurde die Anzahl der Löscheinheiten durch Zusammenlegung und Auflösung von 14 auf zwischenzeitlich zehn reduziert. Aufgelöst wurden die Einheiten Grotenrath und Nierstraß, von denen einige Kameraden jetzt den LE Teveren und Gillrath angehören. Aus Zusammenlegung entstanden die Löscheinheiten Gillrath-Hatterath und Tripsrath-Niederheid. Daneben wurden einige Änderungen zugübergreifend realisiert. Zug 1 (Innenstadt) besteht aus den Löscheinheiten (LE) Geilenkirchen und Süggerath (59). Zug 2: Teveren und Gillrath-Hatterath (64); Zug 3: Tripsrath-Niederheid (41); Zug 4: Würm, Nirm und Beeck (53); Zug 5: Waurichen und Prummern (46). In Klammern ist die Anzahl der Einsatzkräfte angegeben.

Mittlerweile gehören 136 Kameraden der Ehrenabteilung an, die Jugendfeuerwehr zählt 32 Mitglieder. Im zurückliegenden Jahr absolvierten 54 Feuerwehrangehörige weiterführende Lehrgänge oder Seminare, daneben wurden 25 Kameraden befördert. 26 Kameraden wurden im vergangenen Jahr Ehrungen und Auszeichnungen zuteil. Neben den Einsätzen fanden eine Vielzahl von regelmäßigen Übungen, Ausbildungen und Schulungen auf Zug- und Löscheinheitsebene statt.

Ein Beispiel: Um bei Einsätzen unter Atemschutz vorgehen zu können, sind im Vorfeld zwingend entsprechende Lehrgänge zu absolvieren. Der Geilenkirchener Feuerwehr stehen zurzeit 24 Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, eines weniger als zuvor. Dies ist begründet durch die Neuanschaffung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges HLF 20 für die Löscheinheit Geilenkirchen, das ein altes LF 8 und den „Uralt“-Rüstwagen ersetzt. Ein neues Löschfahrzeug als Ersatz für das 28 Jahre alte LF 16-TS der Löscheinheit Teveren wurde zwischenzeitlich europaweit ausgeschrieben. Mit der Indienststellung des neuen Fahrzeuges ist frühestens 2015 zu rechnen. Derzeit ist die Geilenkirchener Wehr dabei, die über zehn Jahre alte Brandschutzüberbekleidung für Atemschutzgeräteträger auszusondern und durch neue Bekleidung zu ersetzen.

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