Geilenkirchen - Mehr Chancen für die Beteiligung älterer Mitbürger

Mehr Chancen für die Beteiligung älterer Mitbürger

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Geilenkirchen. Die „Sozialraumanalyse” für die Stadt Geilenkirchen, kürzlich vorgestellt von Nadine Froesch, zeigt, dass zwar ältere Menschen von den sozialen Kontakten auf den Dörfern profitieren, die mangelnde Barrierefreiheit und die abnehmende Mobilität jedoch für einen voranschreitenden Rückzug vieler Senioren aus dem öffentlichen Leben sorgen.

Dies kann zur Folge haben, dass auch eine Abkehr der Senioren aus dem Ehrenamt stattfindet. „Dabei steht außer Frage, dass gerade Ehrenamtler im Seniorenalter nicht nur eine große Lebenserfahrung mitbringen, sondern auch in ihrem Engagement großen Elan an den Tag legen, der andere mitreißen kann”, meint dazu Dr. Joachim Möhring, Vorsitzender der SPD in Geilenkirchen.

Ein Rückzug auf Raten sei nicht nur für die Betroffenen eine Minderung der Lebensqualität, es sei ein „Verlust für das gesamte öffentliche Leben in unserer Stadt”, ergänzt Thomas Fiedler, Leiter der SPD-Arbeitsgruppe Kommunalpolitisches Programm: „Wie man diesem Trend entgegenwirken kann, machen bereits viele Kommunen vor. Die Einrichtung einer Seniorenvertretung bietet nicht nur die Möglichkeit für interessierte Damen und Herren, ihr Mitspracherecht in der Politik wahrzunehmen, sondern sichert auch die Wahrung der Rechte und Interessen von Senioren.”

Der SPD-Ortsvereinsvorstand sieht Seniorenvertretungen in einer Mittlerfunktion zwischen Stadtrat und Verwaltung einerseits und älterer Bevölkerung andererseits. Sie unterstütze Rat und Verwaltung bei der Lösung seniorenpolitischer Aufgaben. Dabei seien sie nicht etwa Erfüllungsgehilfen, sondern machen durch Stellungnahmen zu bestimmten seniorenpolitischen Angelegenheiten die Interessen der Zielgruppe deutlich.

Der SPD-Kreistagsabgeordnete Jürgen Plein, der beruflich viel mit alten Menschen zu tun hat, erkennt in einer Seniorenvertretung eine neue Möglichkeit zur Beteiligung an der Kommunalpolitik für Senioren. „Ich bin mir sicher, dass viele ältere Menschen in Geilenkirchen diese Chance gerne wahrnehmen werden, wenn sie ausreichend informiert werden. Ebenfalls ist die Seniorenvertretung eine tolle Möglichkeit, die von der Sozialraumanalyse beanstandete mangelnde Toleranz zwischen Jung und Alt abzubauen.”

Dr. Joachim Möhring ergänzt: „Es bietet eine unabhängige Form der politischen Teilhabemöglichkeit für ältere Menschen in unserer Stadt. Dort kann man sich mit von der etablierten Politik bislang vernachlässigten Interessen älterer Menschen einmischen.”

Dabei gehe es nicht um die Beratung in Einzelfragen, heißt es, sondern vielmehr um die Vermittlung und Weiterleitung an Fachberatungen.
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