Mathematik überrascht mit ungeahnten Seiten

Von: g.s.
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Wie in einer „zweiten Haut” soll man sich fühlen, steigt man in den geheimnisvollen Ring, der nach dem Hieven eines Reifens eine Riesenseifenblase produziert (Bild). Ein Teil der mathematisch-naturwissenschaftlichen Schau, die Schüler wie auch Erwachsene in der Katholischen Grundschule faszinierte. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Für den Philosophen Pythagoras und den Rechenmeister Adam Riese dürften die Geheimnisse der Mathematik schnell nachvollziehbar gewesen sein. Im Zeitalter von Computer und Taschenrechner tun sich die Menschen immer schwerer, relativ unspektakuläre Rechenaufgaben auf herkömmliche Weise zu lösen.

Kinder frühzeitig mit den Grundrechenarten vertraut zu machen, um später darauf aufzubauen, ist eine der pädagogischen Herausforderungen für Kindergärten und Grundschulen.

Die Katholische Grundschule (KGS) in der Geilenkirchener Brucknerstraße beschäftigt sich in einer Projektwoche derzeit mit Mathematik. Das Mathematikum Gießen hat der KGS dafür 25 interaktive Exponate der Ausstellung „Mathematik zum Anfassen” zur Verfügung gestellt.

Spielerisch an Grundregeln

Spielerisch werden die Kinder mit mathematischen Grundregeln vertraut gemacht, wobei die Experimente oftmals Erstauen auslösen. „Die Ausstellung ist geeignet für junge und ältere Besucher, für solche, denen Mathematik bisher nichts sagte, und für solche, die schon viel Mathematik gemacht haben”, wirbt das Mathematikum Gießen.

Aber Spaß machen die Experimente, davon können sich die Besucher überzeugen. Während die Ausstellung vormittags den Jungen und Mädchen der Katholischen Grundschule zur Verfügung steht, können an den Nachmittagen auch Schülerinnen und Schüler anderer Einrichtungen „Mathematik zum Anfassen” besuchen.

Neben den 25 Exponaten des Mathematikums in Gießen, tragen neun eigene mathematische Experimente der KGS zum Gelingen der Projekt-Woche bei. Schulleiter Dr. Paul Mohr konnte schon in den ersten Tagen viele Kinder anderer Schulen begrüßen. Schon beim Startobjekt, der Kugelbahn in der Pausenhalle, flackert die Neugierde bei den Kindern auf. Welche Kugel auf welcher der drei Bahnen ist am schnellsten? Das können die Jungen und Mädchen sofort ausprobieren.

Neugierde und Interesse setzen sich bei den 24 weiteren Experimenten weiter fort. Alle haben irgendwie mit Mathematik zu tun, auch wenn das beim ersten Eindruck nicht ersichtlich ist. Da gilt es in den Gängen und Fluren der Schule Geheimcodes zu knacken, Formen zu erfühlen oder Puzzles zur vervollständigen.

Bewegung spielt bei einigen Spielen ebenfalls ein Rolle. So muss zum Beispiel eine auf einem Bildschirm vorgegebene Kurve gelaufen werden. Der Gesundheit zuträglich ist zudem der Bewegungsparcours in der Turnhalle, und hier ist mit Sudoku und Knobeln auch noch Denksport angesagt. Dann gibt es noch das musikalische Würfelspiel „Mozart”, wobei durch würfeln die Takte zu einem Lied zusammengesetzt werden.

Spaß in der Seifenblase

Große Begeisterung löst die „Riesenseifenblase” bei Kindern wie bei den Erwachsenen aus. Dafür stellt sich ein Schüler in die Mitte eines Kreises, zieht an einem Reifen eine zähe Flüssigkeit zur Seifenblase auseinander und wird, wenn er sich geschickt anstellt, von dieser Riesenseifenhaut eingehüllt. An anderer Stelle gilt es, die Anzahl der in einem Rahmen hinter einer Scheibe aufbewahrten „Smarties” zu schätzen.

So gibt es eine Menge für die tausend Kinder, die die Ausstellung bis zum Ende aufsuchen werden, zu entdecken, denn lehrreich ist die „Mathematik zum Anfassen” allemal.
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